Fragen Sie den Autor

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Ein Gedanke zu “Fragen Sie den Autor

  1. Hallöchen Herr Lehnert,

    als erstes möchte ich mich, aufrichtig und von tiefsten Herzen bei Ihnen bedanken, für das aussergewöhnliche und inspirierende Buch, das Sie geschrieben haben. Trotz meines grossen Pensum an Lesestoff, da ich momentan meinen Küchenmeister mache, hatte ich es in wenigen Tagen durch gelesen. Ich muss sagen, daß es mir aus der Seele (nicht im Christlichen Sinne gemeint, aber Lebensenergie hört sich irgendwie doof an) spricht.
    Da ich mich, seit meiner Jugend, ich bin 42 Jahre jung, mit den verschiedenen Religionen und Myhten der Welt auseinander setzte und auch vor langer Zeit aus der Kirche ausgetretten bin, haben Sie mich wieder in meiner Entscheidung, richtig gefühlt und gehandelt zu haben, bestärkt.
    Auch möchte ich mich gleich Entschuldigen, für meine schlimme grammatikalische Rechtsschreibung, ich bin bei weitem ein besser Retoriker als ein Schreiber.
    Lustigerweise bin ich auf Ihr Buch durch einen Zufall gestossen, den ich letzten Samstag hatte und mit Ihnen teilen wollte.
    Freundlicherweise, könnten Sie mir diesbezüglich vielleicht einen Rat geben, damit ich einen anderen Menschen helfen kann?
    Ich bin momentan mit einem Jugendlichen befreundet (17 Jahre alt und in der vollen Blüte seiner pubertären Phase) der seit ca. 1 Jahr, sich extrem in einer katholischen Jugendgruppe engagiert. Was mich daran aber zum Nachdenken gebracht hat, ist die Tatsache, daß seine Eltern eher zu der Gruppe der bequemen Christen zählen. Diese christliche Gruppe ist ausser dem in einer anderen Stadt und er fährt jedes Wochenende mit dem Zug, um es dort zu verbringen.
    Er hatte mir gegenüber schon mehrmals den Wunsch geäussert, daß ich Ihn dort besuchen soll damit er mir alles zeigen und mich den Leuten von der Gruppe vorstellen kann.
    Letzten Samstag wurde von dieser Gruppe eine Spendenaktion für bedürftige Menschen in Moldavien in einem Einkaufszentrum organisiert.
    Das schien mir, die richtige Gelegenheit zu sein um seinen Wunsch nach zu kommen, aber auch mit dem eigennützigen Hintergedanken, den Sonntäglichen Gottesdienst, zu dem er mich eigentlich mitnehmen wollte, umgehen zu können ohne grössere Erklärungen abgeben zu müssen.
    Nun muss ich aber fairerweise noch erwähnen, daß ich als Person mit meinem Auftretten, nicht so einfach in das Schema passe, was die meisten Menschen als „normal“ bezeichnen, denn ich Lache gerne und trage gerne bunte, aber gepflegte Kleidung. Ich bin erst letztes Jahr nach Europa (Schweiz) zurückgekehrt, nach einem 8 jährigen Aufenthalt in verschiedenen asiatischen Ländern, wo ich gearbeitet habe und hatte auf meinem Rückweg, einen 5 monatigen Zwischenstop in Sochi, wo ich als Küchenchef, 2 Hotels eröffnet habe für die Winter Olympiade. Man darf mich gerne einen exzentrischen Globetrotter schimpfen, denn es wäre eine grössere Beleidigung mich als Normal zu betiteln.
    Da mein jüngerer Bruder auch Koch ist und schon seit 5 Jahren in der Schweiz lebt, war es naheliegend auch dorthin zu gehen.
    Er setzte mir auch den Floh ins Ohr, doch mal endlich wieder was für meinen Intellekt zu machen, was mich dazu bewegte meine eidgenössischen Chefkochausbildung zu beginnen. Ich liebe es in der Schule zu sein und drücke auch das Durchschnittsalter um satte 12 Jahre nach oben im Klassenzimmer. Auch liebe ich es, mit jungen Menschen zusammen sein zu dürfen, da ich der Meinung bin, daß es mich selbst Jung hält. Ich mag zwar nicht mehr so schnell lernen wie meine jüngeren Kollegen, aber das was Sie an Schnelligkeit haben mach ich mit meiner Erfahrung und Fachwissen weg.
    Wie Sie sich nun vorstellen können, gehen mir selten die Geschichten aus und da ich auch noch ein ziehmlich extrovertierter Mensch bin, zum leidwesen meiner Lehrer, der gerne lacht, passe ich nicht wirklich in das Bild der meisten Menschen. Was mir aber persönlich nichts aus macht, da ich mit mir Selbst im Reinen bin und es mir egal ist, was andere über mich denken.
    Mit absoluter Sicherheit kann ich sagen, das ich nicht in die Gruppe passte in die ich am letzten Samstag kam.
    Es gab mir das Gefühl, als ob 2 Welten kollidierten. Durch das verteilten von Brochüren der Gruppe, erfuhr ich, daß es sich um eine, in ihrem Buch erwähnte, Pro Jesus Glaubensgruppe handelte.
    Und ich mitten drin, nicht nur dabei, habe es tunlichst vermieden, mich auf längere Diskussionen einzulassen, weil ich meinen jungen Freund keinen Ärger bereiten wollte.
    Erschreckt hat mich dennoch,wieviele junge Menschen dort waren.
    Missverstehen Sie mich bitte nicht, ich finde es wichtig für Junge Menschen in einer Gruppe soziale Kompetenzen aufzubauen, aber alles kritiklos hinzunehmen kann nicht richtig sein, war aber dort der Fall.
    Nun ja, mein junger Freund merkte ziehmlich schnell das ich mich nicht Wohlfühlte und das es den anderen Erwachsenen mit mir auch nicht anders erging.
    Aber dennoch hatte ich einen lustigen Samstagmorgen und lachte viel mit den Jungen Menschen.
    Die Erwachsenen luugten immer verstohlen in meine Richtung und man konnte Ihre Gedanken förmlich greifen;
    Was macht ein 42 jähriger Koch mit einem 17 jährigen Schreinerlehrling?
    Es gab natürlich genügend Raum für Spekulationen in Ihren Köpfen, muss Ihnen aber anrechnen, das Sie wenigstens Fantasie hatten.
    Das ich die Eltern natürlich persönlich kenne und des öffteren schon bei Ihnen daheim war, interessierte die Leute nicht, Sie wollten nur das sehen was Sie zulassen konnten in Ihrer kleinen Welt.
    Ich bin sowas wie ein Patenonkel für Ihn und seine Eltern hatten mir schon vor Monaten gesagt, das ich eine Bereicherung für Ihn, aber auch für Sie bin, da ich ein so anderes Leben führe und ich gerne Menschen daran teilhaben lass.
    So begleitet er mich nach 2 Stunden wieder zum Bahnhof, wo ich meinen Rückweg antrat und mit meinen Gedanken endlich alleine war auf der Suche nach einer Antwort, ob Religion in unserer Zeit nicht endlich verboten gehört und Dummheit bestraft. Auf dieser Fahrt bin ich über Ihr Buch gestolppert und habe es mir gleich als E-buch gekauft und zu lesen begonnen.
    Mein Junger Freund hat mir schon, im August von der Kirchengruppe erzählt und meine damalige Reaktion darauf war, das ich Ihm das Buch, Theos Reise von Catherine Clement, geschenkt habe,damit er sich langsam mit der komplexen Thematik der Religionen auseinander setzen kann und vielleicht ein paar Antworten auf seine Fragen bekommt.
    Leider musste ich feststellen, das meinem Jungen Schützling das Nützliche, ‚ichlesegern‘ Gen gänzlich fehlt.
    Ich konnte glücklicherweise, mit Ihm einen Deal aushandeln der Beinhaltet, das er Theos Reise bis Ende des Jahres lesen wird.
    Und hier wäre auch meine Frage an Sie: Könnten Sie mir bitte ein paar Buchtitel nennen, die sich mit diesen Thema in jugendgerechter Form auseinander setzen, die lesenswert sind?
    Ich selbst habe schon früh den Schlüssel zum fantastischen Bücheruniversum gefunden und bis heute nicht verloren. Leider bin ich kein Akademiker, aber die Welten der Naturwissenschaften genauso der Geisteswissenschaften begeistern mich seit Jahren und kochen ist ja auch nicht mehr nur kochen, sondern Chemische und Physikalische Prozesse wen man genauer hinschaut.
    Auch möchte ich noch Michael Pollan zitieren, der in seinem Buch; Kochen, eine Naturgeschichte der Transformation, geschrieben hat: Kochen ist das einzigste, was den Menschen wirklich vom Tier unterscheidet.
    Daher halte ich es genauso wie Sie: Wer wenig weiss, muss viel glauben. Denn nur ein schlechter Lehrer gibt schlechte Antworten und das möchte ich nicht sein in meinem Leben.

    Ich bedanke mich herzlich, für Ihre Zeit und wünsche Ihnen: Gesundheit, Zufriedenheit und Gelassenheit weil alles andere ist Nebensächlich wenn diese 3 Elemente nicht in Balance sind.

    Ihr Marcus Huber aus der Schweiz, noch kein Chefkoch aber bald.

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