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Prof. Dr. Uwe Lehnert

War­um ich kein Christ sein will – Mein Weg vom christ­li­chen Glau­ben
zu einer natu­ra­lis­tisch-huma­nis­ti­schen Welt­an­schau­ung

Tec­tum Ver­lag, 2018, 7., voll­stän­dig über­ar­bei­te­te Auf­la­ge, 490 Sei­ten, 19,95 €

Das nach­be­ruf­lich ver­fass­te reli­gi­ons- und kir­chen­kri­ti­sche Buch erschien bis­her im Teia Ver­lag in Bro­schü­re-Form. Ab der 6. Auf­la­ge und der jetzt vor­lie­gen­den 7. Auf­la­ge erscheint es im Tec­tum Ver­lag im attrak­ti­ven Hard­co­ver. Im Pro­gramm des Tec­tum Ver­lags, inzwi­schen Teil der Nomos-Ver­lags­grup­pe, neh­men Reli­gi­ons­kri­tik und säku­la­rer Huma­nis­mus eine bedeu­ten­de Stel­lung ein, was sich an so bekannt gewor­de­nen Wer­ken zeigt wie »Das Elend des Chris­ten­tums« von Joa­chim Kahl, »Der Jesus­wahn« von Heinz-Wer­ner Kubitza oder auch »Pro­blem­fall Reli­gi­on« von Ger­hard Czer­mak.

Die ers­ten fünf Auf­la­gen die­ses Buches wur­den bis­her in einem klei­nen Ber­li­ner Ver­lag her­aus­ge­bracht, der sich aus finan­zi­el­len Grün­den kei­ne klas­si­sche Wer­bung durch Anzei­gen und lan­cier­te Buch­be­spre­chun­gen in Zei­tun­gen und Medi­en erlau­ben konn­te. Bekannt gewor­den ist die­ses Buch prak­tisch nur über das Inter­net und spe­zi­ell Face­book. Das Manu­skript des vor­lie­gen­den Buches wur­de anfangs ver­schie­de­nen gro­ßen Ver­la­gen ange­bo­ten, die aber alle eine Ver­öf­fent­li­chung ablehn­ten. Die genann­ten Ableh­nungs­grün­de erschie­nen alle vor­ge­scho­ben. Nur ein Geschäfts­füh­rer eines grö­ße­ren Ver­lags gestand ver­trau­lich, dass er wich­ti­ge Auf­trä­ge der Kir­che ver­lö­re, wenn er das Buch her­aus­bräch­te.

Die­ses Ein­ge­ständ­nis eines Ver­lags­ma­na­gers benennt den wah­ren Grund, wes­we­gen die Ver­öf­fent­li­chung reli­gi­ons- und kir­chen­kri­ti­scher Lite­ra­tur in Deutsch­land sys­te­ma­tisch behin­dert, jeden­falls erschwert wird. Es sei denn, es han­delt sich um einen renom­mier­ten Autor, des­sen Buch im Aus­land schon als Best­sel­ler bekannt wur­de. Ein sol­ches Buch zu igno­rie­ren, wür­de bedeu­ten, auf ansehn­li­che Gewin­ne im heiß umkämpf­ten Buch­markt zu ver­zich­ten.

Zu der Schwie­rig­keit, einen gro­ßen und finanz­star­ken Ver­lag zu fin­den, der für sei­ne Bücher auch wirbt, kommt das eben­falls nur als sys­te­ma­tisch zu bezeich­nen­de Beschwei­gen sol­cher Lite­ra­tur in Rund­funk und Fern­se­hen und in den Tages- und Wochen­zei­tun­gen. Es han­delt sich um eine Pro­ble­ma­tik, die wesent­lich bekann­te­re Autoren wie Karl­heinz Desch­ner, Micha­el Schmidt-Salo­mon, Franz Bug­g­le, Huber­tus Myna­rek und vie­le ande­re reli­gi­ons- und kir­chen­kri­ti­sche Autoren ken­nen und zu Recht beklag­ten. Von den markt­be­herr­schen­den Ver­la­gen ver­legt und in den Medi­en bespro­chen wer­den allen­falls Bücher sehr bekann­ter Autoren oder sol­cher, an deren Repu­ta­ti­on man nicht vor­bei­kommt und deren Kri­tik an Glau­ben und Kir­che sel­ten grund­sätz­li­cher Art ist.

Der Ein­wand, dass die Ableh­nung eines Manu­skripts durch einen Ver­lag an der Qua­li­tät des Tex­tes lie­gen kön­ne, ist sicher nahe­lie­gend. Mei­ne frü­her erschie­ne­nen Fach­bü­cher jeden­falls sind sämt­lich von renom­mier­ten Ver­la­gen, unter ande­ren von Han­ser, Olden­bourg, Markt&Technik, pro­blem­los ange­nom­men und erfolg­reich ver­kauft wor­den. Beim vor­lie­gen­den nach­be­ruf­lich ver­fass­ten Text lehn­ten sie mit den ver­schie­dens­ten Grün­den die Annah­me des Manu­skripts ab. Tat­säch­lich dürf­te der grund­sätz­lich reli­gi­ons- und kir­chen­kri­ti­sche Inhalt der Grund der Ableh­nung sein.

Inso­fern ist dem Tec­tum Ver­lag zu dan­ken, dass er die­ses Buch, neben ande­ren reli­gi­ons­kri­ti­schen Büchern renom­mier­ter Autoren, her­aus­bringt. Für die ers­ten sechs Auf­la­gen vor­lie­gen­den Buches lie­gen bei den Inter­net-Buch­ver­sen­dern inzwi­schen etwa 125 Buch­kri­ti­ken vor, von denen 90 Pro­zent der Rezen­sen­ten zustim­mend urtei­len und eine Kauf­emp­feh­lung aus­spre­chen. (Sie­he zum Bei­spiel beim Buch­ver­sen­der Ama­zon!) Die­se Aner­ken­nung durch die Leser ver­an­lass­te den Ver­lag, die inzwi­schen sie­ben­te, wie­der­um aktua­li­sier­te Auf­la­ge her­aus­zu­brin­gen und nach wie vor von einem inter­es­sier­ten Publi­kum aus­zu­ge­hen.

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Die nach­fol­gen­den Infor­ma­tio­nen, Inter­views, Lese­pro­ben und die Viel­zahl der fast aus­schließ­lich posi­ti­ven Rezen­sio­nen sol­len dem Leser die­ser Sei­ten Gele­gen­heit geben, sich ein eige­nes Urteil zu bil­den.