Anmerkungen Kapitel VII: Überlegungen zu einem alternativen Welt- und Menschenbild

Überlegungen zu einem alternativen Welt- und Menschenbild

Warum ich kein Christ sein will”, Uwe Lehn­ert

1 Edgar Dahl: Macht Geld glück­lich? Das Wohl­standspara­dox. In: Spek­trum der Wis­senschaft, Mai 2008, S. 84–87.

Studie der Hum­boldt Uni­ver­sität Berlin: Wer sich sozial engagiert, lebt und stirbt zufrieden­er:
www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/archiv/nr1603/pm_160308_00

2 Die Antworten aus den Frage­bo­gen wur­den der Zeitschrift des Deutschen Hochschul­ver­bands »Forschung & Lehre« der Jahrgänge 1997 bis 2005 ent­nom­men.

3 Heiko Ernst im Gespräch mit der Zeitschrift »dies­seits – Zeitschrift für Human­is­mus und Aufk­lärung«, 2007, Heft 3. Heiko Ernst ist auch Autor des Buch­es »Das gute Leben. Der ehrliche Weg zum Glück«, Ull­stein Taschen­buch, 2005, in dem er die hier zitierten Gedanken detail­liert­er aus­führt und begrün­det. Abge­druckt ist das lesenswerte Inter­view auch im Human­is­tis­chen Presse­di­enst, 23.08.2007:
www.hpd.de/node/2587

4 Michael Schmidt-Salomon: Man­i­fest des evo­lu­tionären Human­is­mus – Plä­doy­er für eine zeit­gemäße Leitkul­tur. Alib­ri Ver­lag, Aschaf­fen­burg 2005, 181 S., hier S. 26–27.

5 Peter Singer: Je mehr wir für andere leben, desto zufrieden­er leben wir. In: Dahl, E. (Hrsg.): Brauchen wir Gott? Mod­erne Texte zur Reli­gion­skri­tik. Hirzel Ver­lag, Stuttgart 2005, 174 S., hier S. 159–160.

6 Brock­haus mul­ti­me­di­al pre­mi­um 2010, wis­sens­me­dia Gmbh, Gütersloh/München, und Inter­net-Lexikon Wikipedia: Stich­wort Men­schen­rechte.

7 Michael Schmidt-Salomon: Erken­nt­nis aus Engage­ment – Grundle­gun­gen zu ein­er The­o­rie der Neo­mod­erne. Alib­ri Ver­lag, Aschaf­fen­burg 1999, 486 S., hier Kap. 3.2.1.

8 Hel­mut Fink (Hrsg.) Der neue Human­is­mus – Wis­senschaftlich­es Men­schen­bild und säku­lare Ethik. Alib­ri Ver­lag, Aschaf­fen­burg 2010, 218 S.; hier Seite 10f.

Rezen­sion und Überblick zum Inhalt im Human­is­tis­chen Presse­di­enst, 25.11.2010:
www.hpd.de/node/10732

9 Diese The­matik habe ich auch in einem Beitrag für den Human­is­tis­chen Presse­di­enst behan­delt: Was glaubt jemand, der nicht glaubt? Human­is­tis­ch­er Presse­di­enst, 18.10.2017:
www.hpd.de/artikel/glaubt-jemand-nicht-glaubt-14893

Eine kürzere Fas­sung dieses Artikels erschien im Berlin­er »Tagesspiegel«, 14.10.2018: Athe­is­mus heute – Was glaubt jemand, der nicht glaubt?
www.tagesspiegel.de/wissen/atheismus-heute-was-glaubt-jemand-der-nicht-glaubt/20443404-all.html

10 Michael Schmidt-Salomon: Man­i­fest des evo­lu­tionären Human­is­mus (siehe Anm. 4), hier S. 156–159.

11 Joachim Kahl: Weltlich­er Human­is­mus – Eine Philoso­phie für unsere Zeit. LIT Ver­lag, Berlin 2009, 260 S., 4., kor­rigierte Auflage. Kahl ist weit über die Gren­zen der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land bekan­nt gewor­den durch sein Buch »Das Elend des Chris­ten­tums oder Plä­doy­er für eine Human­ität ohne Gott«, das bere­its 1968 erschien, starke Res­o­nanz in Kirche und Öffentlichkeit aus­löste und das sich – nach Angaben des Autors – etwa hun­dert­dreißig­tausend Mal verkaufte. (Siehe auch Anm. 50 zu Kapi­tel VI!) Kahl pro­movierte 1967 zum Dok­tor der The­olo­gie, die ihn – wie er in seinen auto­bi­ographis­chen Noti­zen ver­merkt – zum Athe­is­mus führte. Nach sein­er Pro­mo­tion trat er aus der Kirche aus. Was Kahl in meinen Augen so beein­druck­end macht, ist seine intellek­tuelle Redlichkeit, die ihn auf die von ihm erkan­nte Wahrheit verpflichtete. Er gab für seine Überzeu­gung eine Kar­riere als The­ologe an der Uni­ver­sität auf, die ihm seinen Lebensweg materiell und im Gefüge unser­er akademis­chen Welt anse­hens­mäßig gewiss leichter und beque­mer gemacht hätte. Es ist dies eine Hal­tung, die alle Achtung ver­di­ent, lei­der nur von weni­gen gezeigt wird.

12 Nina von Hard­en­berg: Verurteilt zum Leben – Ster­be­hil­fe-Diskus­sion. Süd­deutsche Zeitung, 21.06.2008/17.05.2010:
www.sueddeutsche.de/politik/sterbehilfe-diskussion-verurteilt-zum-leben-1.182268

13 Uwe-Chris­t­ian Arnold: Let­ze Hil­fe – ein Plä­doy­er für das selb­st­bes­timmte Ster­ben. Unter Mitar­beit von Michael Schmidt-Salomon. Rowohlt Ver­lag, Rein­bek bei Ham­burg 2014, 1. Aufl., 240 S. Hier eine Besprechung des Buch­es:
www.hpd.de/artikel/10171

14 Neuer hip­pokratis­ch­er Eid – “Ich schwöre, … den Willen und die Würde des Patien­ten zu acht­en”. Der Spiegel, 20.10.2017:
www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/hippokratischer-eid-fuer-aerzte-ueberarbeitet-a-1173866.html

15 § 217 StGB Geschäftsmäßige Förderung der Selb­st­tö­tung. (1) Wer in der Absicht, die Selb­st­tö­tung eines anderen zu fördern, diesem hierzu geschäftsmäßig die Gele­gen­heit gewährt, ver­schafft oder ver­mit­telt, wird mit Frei­heitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geld­strafe bestraft. (2) Als Teil­nehmer bleibt straf­frei, wer selb­st nicht geschäftsmäßig han­delt und entwed­er Ange­höriger des in Absatz 1 genan­nten anderen ist oder diesem nah­este­ht.

Das Gesetz gilt vie­len Juris­ten als mit der Ver­fas­sung nicht vere­in­bar. Über den Vor­wurf der Ver­fas­sungswidrigkeit des derzeit­i­gen § 217 StGB will dem­nächst das Bun­desver­fas­sungs­gericht entschei­den.

16 Aus einem früheren Posi­tion­spa­pi­er der Deutschen Gesellschaft für Humanes Ster­ben. Enthal­ten ist dieser Text auch in ein­er Peti­tion an das Europäis­che Par­la­ment:
www.dghs.de/fileadmin/user_upload/Dateien/PDF/Petition_EU-Parlament.pdf

17 Boudewi­jn Chabot und Chris­t­ian Walther: Ausweg am Lebensende: Ster­be­fas­ten — Selb­st­bes­timmtes Ster­ben durch Verzicht auf Essen und Trinken. Ernst Rein­hardt Ver­lag 2017, 5. Auflage, 200 S.

In Berlin küm­mern sich sog. Home-Care-Ärzte um Ster­bende. Sie berat­en und ver­sor­gen zusam­men mit Pflegeper­son­al Men­schen in ihrer let­zten Leben­sphase zu Hause. Näheres dazu und Adressen von Ärzten hier:
homecareberlin.de

18 Spiegel-Inter­view mit Dr. Michael de Rid­der vom 06.11.2011. Siehe unter:
www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/aerztlich-assistierter-suizid-sterbehilfe-ist-ein-hochindividueller-akt-a-795186.html

Auf zwei weit­ere wichtige Büch­er von M. de Rid­der ist hinzuweisen:

Wie wollen wir ster­ben? Ein ärztlich­es Plä­doy­er für eine neue Ster­bekul­tur in Zeit­en der Hochleis­tungsmedi­zin. Pan­theon Ver­lag, 2011, 320 S.

Abschied vom Leben: Von der Patien­ten­ver­fü­gung bis zur Pal­lia­tivmedi­zin. Ein Leit­faden. Pan­theon Ver­lag, 2017, 224 S.

19 Sollte Ster­be­hil­fe Ihrer Mei­n­ung nach in Deutsch­land erlaubt wer­den? Sta­tista – Das Sta­tis­tik-Por­tal. de.statista.com/statistik/daten/studie/442893/umfrage/umfrage-zum-thema-legalisierung-von-sterbehilfe-nach-altersgruppen/

20 Wal­ter Jens, Hans Küng u. a.: Men­schen­würdig Ster­ben. Ein Plä­doy­er für Selb­stver­ant­wor­tung. Piper Ver­lag, München 1995, 2. Auflage, 220 S.

21 Ster­be­hil­fe – Ein Sig­nal von Niko­laus Schnei­der:
www.hpd.de/node/19070

Ster­be­hil­fede­bat­te: Vorgänger Huber unter­stützt EKD-Ratschef Schnei­der«:
www.evangelisch.de/inhalte/108332/17–07–2014/sterbehilfedebatte-vorgaenger-huber-unterstuetzt-ekd-ratschef-schneider

22 Hier eine Zusam­men­stel­lung Überblick geben­der Beiträge zur Prob­lematik der Ster­be­hil­fe. Die Artikel sind teil­weise schon vor der Ver­ab­schiedung des § 271 ver­fasst wor­den. Bezüglich ihrer Argu­men­ta­tion haben sie nichts an Rel­e­vanz einge­büßt:

Bet­ti­na Schöne-Seifert: Wenn es ganz unerträglich wird. In FAZ, 05.11.2014:
www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/sterbehilfe-debatte-wenn-es-ganz-unertraeglich-wird-13249733.html

Mein Ende gehört mir – Bünd­nis für Selb­st­bes­tim­mung bis zum Lebensende.

www.letzte-hilfe.de

Edgar Dahl: Mein Ende gehört mir. Human­is­tis­ch­er Presse­di­enst, 14.05.2016:

www.hpd.de/artikel/11607

Zu erwäh­nen ist auch das eBook von Edgar Dahl: Dem Tod zur Hand gehen. Ein Plä­doy­er für den ärztlich-assistierten Suizid. Ver­lag Edgar Dahl, 2014, 62 Seit­en, Kin­dle-Edi­tion.
www.amazon.de/Dem-Tod-Hand-gehen-%C3%A4rztlich-assistierten-ebook/d­p/B00QPJJMWW

Ingrid Matthäus-Maier: Das Recht auf Selb­st­bes­tim­mung gilt auch für das eigene Ster­ben. Human­is­tis­ch­er Presse­di­enst, 06.08.2015:
www.hpd.de/artikel/12044

Hart­mut Wewet­zer: Wer Ster­be­hil­fe akzep­tiert. Tagesspiegel, 07.07.2016:
www.tagesspiegel.de/wissen/sterbehilfe-euthanasie-wird-mehr-und-mehr-akzeptiert/13840436.html

Elis­a­beth Nolde: Wer Ster­be­fas­ten unter­stützt, leis­tet wom­öglich Bei­hil­fe zur Selb­st­tö­tung. Med­ical Tri­bune:
www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/wer-sterbefasten-unterstuetzt-leistet-womoeglich-beihilfe-zur-selbsttoetung/

23 Zwei bewe­gende Essays für die Zulas­sung der Präim­plan­ta­tions­di­ag­nos­tik erschienen im Wochen­magazin »Der Spiegel«.

Eber­hard Schwinger: Ende ein­er Farce – Der Embry­onen­schutz soll Leben schützen, aber kann Men­schen schaden. Spiegel, 282010, S. 116–117.
www.spiegel.de/spiegel/print/d-71558828.html

Eva Menasse: Zell­haufen mit Poten­tial – Ein Ver­bot der Präim­plan­ta­tions­di­ag­nos­tik ist nicht christlich, son­dern falsch. Spiegel«, 442010, S. 140–142.
www.spiegel.de/spiegel/print/d-74822669.html

24 »Christliche« Lan­desregierun­gen haben sich zunächst sehr restrik­tiv ver­hal­ten, indem sie die vorgeschriebe­nen Ethikkom­mis­sio­nen sehr zöger­lich ein­gerichtet und damit die Genehmi­gungsver­fahren an dieser Stelle block­iert hat­ten. Obwohl das Gesetz 2011 in Kraft trat, wur­den erst 2016 die let­zten Kom­mis­sio­nen gegrün­det. Inzwis­chen sind für alle Län­der Ethikkom­mis­sio­nen vorhan­den. Unter­schiedliche religiöse bzw. weltan­schauliche Auf­fas­sun­gen bezüglich der PID beste­hen nach wie vor. Zum derzeit­i­gen Stand siehe zum Beispiel:

Arbeits­ge­mein­schaft Präim­plan­ta­tions­di­ag­nos­tik in Deutsch­land im BRZ (Bun­desver­band Repro­duk­tion­s­medi­zinis­ch­er Zen­tren Deutsch­lands e. V.)
www.präimplantationsdiagnostik-in-deutschland.de

Beispiel für die Zusam­menset­zung ein­er län­derüber­greifend­en Ethikkom­mis­sion für Baden-Würt­tem­berg, Hes­sen, Rhein­land-Pfalz, Saar­land, Sach­sen und Thürin­gen:

Ethikkom­mis­sion für Präim­plan­ta­tions­di­ag­nos­tik bei der Lan­desärztekam­mer Baden-Würt­tem­berg:
www.aerztekammer-bw.de/20buerger/50pid-kommission/

25 Nor­bert Hoer­ster: Ethik des Embry­onen­schutzes – Ein recht­sphilosophis­ch­er Essay. Philipp Reclam jun., Stuttgart 2002, 136 S.

Ethikde­bat­te – Edgar Dahl: Die Würde des Men­schen ist antast­bar. Spiegel, 17.04.2010:
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/ethik-debatte-die-wuerde-des-menschen-ist-antastbar-a-685376.html

26 Zum human­is­tis­chen Selb­stver­ständ­nis siehe hier:
www.humanismus.de/sites/humanismus.de/files/Humanistisches_Selbstverstaendnis_2015-web.pdf

HVD soll in Berlin Kör­per­schaftssta­tus erhal­ten. Human­is­tis­ch­er Presse­di­enst, 15.11.2017:
www.hpd.de/artikel/hvd-soll-berlin-koerperschaftsstatus-erhalten-14988

Kör­per­schaft­srechte sind eine beson­dere Ausze­ich­nung und Ver­ant­wor­tung! Human­is­tis­ch­er Presse­di­enst, 15.01.2018:
www.hpd.de/artikel/koerperschaftsrechte-sind-besondere-auszeichnung-und-verantwortung-15173

Hin­weise zu einem para­dox­en Rechtsin­sti­tut – Reli­gion­s­ge­mein­schaften als Kör­per­schaften des öffentlichen Rechts? Human­is­tis­ch­er Presse­di­enst, 02.03.2018:
www.hpd.de/artikel/religionsgemeinschaften-koerperschaften-des-oeffentlichen-rechts-15334

K. d. ö. R.: Ein Grund zur Freude oder zum Bedauern? Human­is­tis­ch­er Presse­di­enst, 12.03.2018:
www.hpd.de/artikel/k-d-oe-r-grund-zur-freude-oder-zum-bedauern-15364

27 Das Urteil ist hier nachzule­sen. Es ver­fügte die Tren­nung!
www.frei-denken.ch/news/2009–10–06/bger-kruzifixurteil-cadro-1990-deutsch
www.frei-denken.ch/ziele/trennung-von-schule-und-religion

28 Die voll­ständi­ge Fas­sung find­et sich unter www.wissenbloggt.de/?page_id= 10526.
Beteiligt waren etwa 150 Mit­glieder der Face­book-Gruppe »Ini­tia­tive Human­is­mus«.

29 Man betra­chte z. B. die Zusam­menset­zung des Fernsehrats des ZDF. Von den weltan­schaulichen Grup­pierun­gen sind lediglich die Evan­ge­lis­che Kirche, die Katholis­che Kirche und der Zen­tral­rat der Juden vertreten. Das­selbe gilt für die Fernse­hauss­chüsse der ARD-Sender. Gle­ich­es gilt auch für die Hör­funkpro­gramme, ob z. B. Bay­erisch­er Hör­funk oder Deutsch­land­funk, vertreten sind immer nur Evan­ge­lis­che und Katholis­che Kirche und Zen­tral­rat der Juden bzw. Israelis­che Kul­tus­ge­mein­den. In zwei oder drei Fällen inzwis­chen auch mal ein Vertreter mus­lim­is­ch­er oder athe­is­tisch-human­is­tis­ch­er Grup­pierun­gen.

30 Carsten Frerk: Kirchen­re­pub­lik Deutsch­land – Christlich­er Lob­by­is­mus. Alib­ri Ver­lag Aschaf­fen­bug, 2015, 303 S.
www.amazon.de/Kirchenrepublik-Deutschland-Carsten-Frerk/dp/3865691900

Rezen­sion dazu:
www.amazon.de/gp/customer-reviews/R2QOH4A4LMHG7K

31 Aus­führlich behan­dele ich diese The­matik auch in einem Vor­trag, den ich in Stuttgart am 21. Mai 2015 auf Ein­ladung der gbs-Region­al­gruppe Stuttgart im Rah­men der Human­is­tent­age hielt, die par­al­lel zum Evan­ge­lis­chen Kirchen­tag stat­tfan­den:

Die (un)heimliche Macht der Kirchen – Über den unverän­dert großen Ein­fluss der Kirchen in Deutsch­land.
www.warum-ich-kein-christ-sein-will.de/aktuelles/

Siehe auch das lesenswerte Buch von:
Alfred Kos­ing: Im Schat­ten des Kreuzes – Der Ein­fluss der Kirche auf Staat und Gesellschaft. ver­lag am park, Berlin 2010, 284 S.

32 Offen­er Brief der Gior­dano-Bruno-Stiftung u. a. an die Rich­terin­nen und Richter des Bun­desver­fas­sungs­gerichts vom 20.01.2011, in dem die richter­liche Unab­hängigkeit gefährdet gese­hen wird, weil über den Arbeit­skreis »Foy­er Kirche und Recht« regelmäßig Arbeits­ge­spräche z. B. zwis­chen Bun­desver­fas­sungs­gericht und den bei­den Kirchen stat­tfind­en. Briefwech­sel zwis­chen dem Sprech­er der Gior­dano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, und dem Präsi­den­ten des Bun­desver­fas­sungs­gerichts, Andreas Voßkuh­le, ein­se­hbar unter:
www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/hinkende-trennung-kirche-justiz

33 Acht Richter des Bun­desver­fas­sungs­gerichts haben päp­stliche Orden für Ver­di­en­ste um die katholis­che Kirche ver­liehen bekom­men. Siehe die Aus­führun­gen dazu in Carsten Frerk: Kirchen­re­pub­lik (siehe Anm. 30!), hier S. 295. Frerk führt die sieben Richter namentlich auf, ein achter ist inzwis­chen dazu gekom­men (per­sön­liche Mit­teilung von Carsten Frerk). Die Deko­ri­erten gehören fast alle dem Zweit­en Sen­at an, der für Kirchen­fra­gen zuständig ist.

34 Klammheim­lich – Unsere Richter­wahl ist undemokratisch. Zeit Online, 13.12.2014:
www.zeit.de/2014/49/bundesverfassungsgericht-bundestag-richter-wahl

(Um den Artikel kosten­los lesen zu kön­nen, bedarf es ein­er schnell erledigten Reg­istrierung durch Eingabe der eige­nen E-Mail-Adresse und eines Pass­wortes.)

35 Inter­ne­tauftritt des »Koor­dinierungsrat säku­lar­er Organ­i­sa­tio­nen«, dort weit­ere Infor­ma­tio­nen:
www.korso-deutschland.de/

KORSO hat Ende Juli 2017 sog. Wahl­prüf­steine zur Bun­destagswahl am 24. Sep­tem­ber 2017 an 14 Parteien ver­schickt. Die Antworten der Parteien sind im Fol­gen­den the­ma­tisch geord­net aufge­führt. Die Wahl­prüf­steine lassen anhand der gestell­ten Fra­gen ein­er­seits die Inter­essen der säku­laren Organ­i­sa­tio­nen erken­nen, ander­er­seits die Hal­tung der Parteien zu Fra­gen der Reli­gion bzw. Säku­lar­isierung der Gesellschaft:
www.korso-deutschland.de/media/2017/09/KORSO-Wahlpruefsteine-Antworten2017.pdf

36 Säku­lare sind sicht­bar gewor­den. Inter­view mit Hel­mut Fink, Vor­sitzen­der des KORSO, 13.03.2017:
www.hpd.de/artikel/saekulare-sind-sichtbarer-geworden-14191

37 Inter­view in der Zeitschrift »dies­seits«, 2014, Heft 1.
www.diesseits.de/perspektiven/saekulare-gesellschaft/1387148400/korso-vorsitzender-vorarbeit-geleistet.

38 Säku­lares Forum Ham­burg:
www.sf-hh.org/home/grundsatzerklaerung.php

Siehe unter »Grund­satzerk­lärung« und »Unsere Forderun­gen«.

39 Die Neuregelung des ZDF-Staatsver­trages geht auf ein Urteil des Bun­desver­fas­sungs­gerichts vom 25.03.2014 zurück. Nachzule­sen ist das Urteil hier:
www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2014/03/fs20140325_1bvf000111.html

Hier Press­es­tim­men zum Urteil:
Inakzept­able Aus­gren­zung kon­fes­sions­freier Bürg­erin­nen und Bürg­er. Gior­dano Bruno Stiftung, 27.03.2015:
www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/zdf-staatsvertrag

ZDF-Staatsver­trag ist ver­fas­sungswidrig. Süd­deutsche Zeitung, 25.03.2014:
www.sueddeutsche.de/medien/zu-grosser-einfluss-von-staat-und-politik-zdf-staatsvertrag-ist-verfassungswidrig-1.1921195

ZDF-Staatsver­trag ver­fas­sungswidrig – Irrsinn hin­ter Tape­ten­türen. Südd. Zeitg., 25.03.2014:
www.sueddeutsche.de/medien/zdf-staatsvertrag-verfassungswidrig-irrsinn-hinter-tapetentueren-1.1921555

Ver­fas­sungs­gericht: Poli­tik hat zu viel Ein­fluss auf öffentlich-rechtlichen Rund­funk. Berlin­er Tagesspiegel, 25.03.2014:
www.tagesspiegel.de/medien/urteil-zum-zdf-staatsvertrag-verfassungsgericht-politik-hat-zu-viel-einfluss-auf-oeffentlich-rechtlichen-rundfunk/9663170.html

40 Aus­führlich­er behan­dele ich diese The­matik, ein­schließlich damit ver­bun­den­er Regelun­gen, unter dem Titel »Tren­nung von Staat und Reli­gion erforder­lich«. Human­is­tis­ch­er Presse­di­enst, 11.10.2013:
www.hpd.de/node/16922

41 Mehrheit für Tren­nung von Kirche und Poli­tik. Mit Bezug auf einen Bericht der Kon­rad-Ade­nauer-Stiftung. Human­is­tis­ch­er Presse­di­enst, 03.08.2012:
www.hpd.de/node/13875

42 Ger­hard Czer­mak: Das Böck­en­förde-Dilem­ma. Human­is­tis­ch­er Presse­di­enst, 04.09.2017:
www.hpd.de/artikel/boeckenfoerde-dilemma-14758

Sehr lesenswert i. d. Z. ist auch der Beitrag von Udo Endr­uscheit: Reli­gion und repub­likanis­ch­er Staat:
www.hpd.de/artikel/religion-und-republikanischer-staat-15014

Siehe auch:
Horst Dreier: Säku­lar­isierung und Sakral­ität – Zum Selb­stver­ständ­nis des mod­er­nen Ver­fas­sungsstaates. Ver­lag Mohr Siebeck, 2013, 151 S.

Horst Dreier: Staat ohne Gott? – Reli­gion in der säku­laren Mod­erne. Ver­lag C. H. Beck, München 2018, 256 S.

Sehr anhörenswert ist ein 45-min. Vor­trag von Horst Dreier, den er zu seinem Buch »Staat ohne Gott? …« hielt:   https://youtu.be/R77Haa3T_C0

Detlef Pol­lack, Ger­hard Weg­n­er (Hrsg.): Die soziale Reich­weite von Reli­gion und Kirche – Beiträge zu ein­er Debat­te in The­olo­gie und Sozi­olo­gie. Ergon Ver­lag, Würzburg 2017, 316 S.

Gun­nar Folke Schup­pert: Gov­er­nance of Diver­si­ty – Zum Umgang mit kul­tureller und religiös­er Plu­ral­ität in säku­laren Gesellschaften. Cam­pus Ver­lag, Frankfurt/New York 2017, 279 S.

43 Der Begriff Leitkul­tur wurde von dem Göt­tinger Poli­tik­wis­senschaftler Bas­sam Tibi geprägt, später dann von Michael Schmidt-Salomon aufge­grif­f­en und zum The­ma ver­schieden­er dies­bezüglich­er Vorträge gemacht. Siehe im Inter­net unter
www.politik-poker.de/leitkultur-humanismus-und-aufklaerung.php
In diesem Vor­trag aus dem Jahr 2005/2006 führte er schon damals ganz ähn­liche Gedanken aus.

Bas­sam Tibi: Leitkul­tur als Wertekon­sens – Bilanz ein­er miss­glück­ten deutschen Debat­te. Bun­deszen­trale für poli­tis­che Bil­dung, 26.05.2002:
www.bpb.de/apuz/26535/leitkultur-als-wertekonsens

Wolf­gang Thierse: Warum wir eine kul­turelle Iden­tität brauchen. Zeitschrift Cicero, 21.12.2017:
www.cicero.de/kultur/%20AfD-Leitkultur-deutsche-Leitkultur-SPD-Wolfgang-Thierse

Jür­gen Fritz: 4 Gründe für eine deutsche Leitkul­tur. The Euro­pean – Das Debat­ten-Mag­a­zin, 27.05.2017:
www.theeuropean.de/juergen-fritz/12261-gibt-es-eine-deutsche-kultur

44 Michael Schmidt-Salomon: Reli­gions­frei­heit ist kein Freib­rief. derStandard.at, 24.12.2016:
www.derstandard.at/2000049788218/Philosoph-Michael-Schmidt-Salomon-Religionsfreiheit-ist-kein-Freibrief

Udo Endr­uscheit: Reli­gion und repub­likanis­ch­er Staat. Human­is­tis­ch­er Presse­di­enst, 22.11.2017:
www.hpd.de/artikel/religion-und-republikanischer-staat-15014

Horst Dreier: Deutsch­land muss religiöse Zumu­tun­gen ertra­gen. Süd­deutsche Zeitung, 27.11.2015:
www.sueddeutsche.de/kultur/serie-was-ist-deutsch-deutschland-muss-religioese-zumutungen-ertragen-1.2755725

45 Als Überblick über die philosophis­chen, wis­senschaftlichen und tech­nis­chen Fra­gen bietet sich der Ein­trag bei Wikipedia zum Stich­wort »Tran­shu­man­is­mus« an.

Eine umfassende Diskus­sion der Aspek­te des Tran­shu­man­is­mus brachte die Zeitschrift »Aufk­lärung und Kri­tik«, Heft 3, 2015 der Gesellschaft für kri­tis­che Philoso­phie. Nach­fol­gend das aus­führliche Vor­wort zu diesem Heft, das auss­chließlich dem Tran­shu­man­is­mus gewid­met ist:
www.gkpn.de/AuK3-2015_Vorwort-GKP-HP.pdf

Bernd Vowinkel: Wis­sen statt Glauben! Das Welt­bild des neuen Human­is­mus. Lola Books GbR, Berlin 2018, 423 S. Hier Kapi­tel 7.1: Die Zukun­ft des Men­schen: Tran­shu­man­is­mus (S. 321ff). Das Kapi­tel behan­delt die ethis­chen Grund­la­gen, die Tech­nolo­gien des T., die Möglichkeit­en der Gen­tech­nik, Prothetik und neu­ronale Implan­tate, Nanoro­bot­er und Kyronik:
www.amazon.de/Wissen-statt-Glauben-Weltbild-Humanismus/dp/394420333X

46 Eine Pille, die Men­schen moralis­ch­er macht. Die Welt, 07.04.2011:
www.welt.de/gesundheit/article13103160/Eine-Pille-die-Menschen-moralischer-macht.html

47 Peter Slo­ter­dijk: Regeln für den Men­schen­park: Ein Antwortschreiben zu Hei­deg­gers Brief über den Human­is­mus. Suhrkamp Taschen­buch, 1999, 60 S., Son­der­druck.

48 Der US-amerikanis­che Psy­chologe Steven Pinker hat in seinem Buch »Gewalt – Eine neue Geschichte der Men­schheit«, S. Fis­ch­er Ver­lag, Frank­furt 2011, 1212 S., nachgewiesen, dass – ent­ge­gen der weit ver­bre­it­eten kul­turpes­simistis­chen Deu­tun­gen der Geschichte – die Gewalt im Laufe der Geschichte abgenom­men hat. Diese angesichts der allen­thal­ben zu beobach­t­en­den kriegerischen Auseinan­der­set­zun­gen auf den ersten Blick über­raschende Behaup­tung kann er mit ein­er Fülle von Dat­en bele­gen. So zeigt er auf, dass in der Steinzeit zwis­chen 15 und 60 % der Men­schen durch Mord oder schwere Ver­let­zun­gen auf­grund von Auseinan­der­set­zun­gen star­ben. Im let­zten Jahrhun­dert lag dieser Wert trotz zweier Weltkriege und Völk­er­morde bei unter 1 %. Die Mor­drate liege heute in den west­lichen Län­dern bei 1:100.000 pro Jahr, im Mit­te­lal­ter lag sie um zwei Größenord­nun­gen höher. Als Gründe führt er u. a. an: Ein­führung staatlich­er Gerichte, höhere ethis­che Stan­dards (Men­schen­rechte), höher­er Lebens­stan­dard, größere Gemein­schaften, Zurück­drän­gen irra­tionaler Heil­slehren.

Siehe dazu z. B. die Rezen­sion von Armin Pfahl-Traugh­ber unter:
www.hpd.de/node/12274