Anmerkungen Kapitel V

Kapi­tel I: Was kön­nen wir wis­sen? Was kön­nen wir erken­nen?

Kapi­tel II: Raum und Zeit: Unbe­greif­lich in Dimen­si­on und Wesen

Kapi­tel III: Natur­wis­sen­schaft, Reli­gi­on und mensch­li­ches Selbst­ver­ständ­nis

Kapi­tel IV: Schuld, Süh­ne, Glau­be und die Illu­si­on von der Wil­lens­frei­heit

Kapi­tel V: Nach­den­ken über Gott, Got­tes­glau­ben und Moral

Kapi­tel VI: End­gül­ti­ger Abschied von Chris­ten­tum und Kir­che

Kapi­tel VII: Über­le­gun­gen zu einem alter­na­ti­ven Welt- und Men­schen­bild

Kapi­tel VIII: Mein »Cre­do«

Nachdenken über Gott, Gottesglauben und Moral

1 Welt­an­schau­un­gen in Deutsch­land – Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­kei­ten im Jahr 2016: Kon­fes­si­ons­frei 36,2 % (1987: 15,5 %); Katho­lisch 28,5 %; Evan­ge­lisch 26,5 %; Kon­fes­si­ons­ge­bun­de­ne Mus­li­me 4,9 %; Sons­ti­ge Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit 3,9 %. Die Kon­fes­si­ons­frei­en bil­den also inzwi­schen die größ­te welt­an­schau­li­che Grup­pe. Quel­le: www.fowid.de – Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­kei­ten in Deutsch­land 2016; 04.09.2017:
www.fowid.de/meldung/religionszugehoerigkeiten-deutschland-2016

Pro­zen­tua­ler Anteil der Chris­ten in Ber­lin:

Evan­ge­li­sche Kir­che 16 %, katho­li­sche Kir­che 9 %

Quel­le: Senats­ant­wort der Jus­tiz­se­nats­ver­wal­tung auf eine Lin­ken-Anfra­ge aus dem Abge­ord­ne­ten­haus. Mel­dung des Ber­li­ner Tages­spie­gels vom 05.01.2018

Kir­chen­aus­trit­te:

  Jahr Evan­gel. Kir­che Kathol. Kir­che Gesamt­zahl
  2010 145.240 181.193 326.433
  2011 141.497 126488 267985
  2012 138.195 118.335 256.530
  2013 176.551 178.805 355.356
  2014 270.003 217.716 487.719
  2015 211.264 181.925 393.189
  2016 190.000 162.093 352.093

Quel­le: www.fowid.de/meldung/kirchenaustritte-evangelische-und-katholische-kirche

Got­tes­dienst­be­su­che:
Katho­li­sche Kir­che: de.statista.com/statistik/daten/studie/2637/umfrage/anzahl-der-katholischen-gottesdienstbesucher-seit-1950/

Evan­ge­li­sche Kir­che:
www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/kirch_leben_2015.pdf

Sie­he auch:

Got­tes­dienst­be­such in West­eu­ro­pa; 16.11.2017:
www.fowid.de/meldung/gottesdienstbesuch-westeuropa

Die For­schungs­grup­pe FOWID ver­folgt das Ziel, umfas­sen­de empi­ri­sche Infor­ma­tio­nen zu allen Aspek­ten von Welt­an­schau­un­gen reli­giö­ser oder poli­ti­scher Art zu erhe­ben, aus­zu­wer­ten und öffent­lich zugäng­lich zu machen. Das Daten­ar­chiv ent­hält umfang­rei­ches Mate­ri­al aus empi­ri­schen Stu­di­en und das Text­ar­chiv zahl­rei­che Arti­kel, Auf­sät­ze und Inter­views. FOWID ist ein Pro­jekt der Gior­da­no Bru­no Stif­tung.

EKD-Exper­te: Men­schen drif­ten wei­ter in Säku­la­ri­tät ab. evangelisch.de, 17.04.2018:
www.evangelisch.de/inhalte/149616/17–04-2018/ekd-experte-menschen-saekularitaet

2 »Kom­pass – Sol­dat in Welt und Kir­che«, Zeit­schrift des katho­li­schen Mili­tär­bi­schofs, Heft 9/2009. Zitiert nach Alfred Kosing: Im Schat­ten des Kreu­zes, Ber­lin 2010, S. 10. Es han­delt sich um eine Auf­fas­sung, die der Poli­ti­ker Gre­gor Gysi bis vor kur­zem noch wie­der­holt in Inter­views und Talk­shows geäu­ßert hat.

3 Per­sön­li­che Mit­tei­lung von Univ. Prof. Dr. Dr. Ger­hard E. Ort­ner, Fern­uni­ver­si­tät Hagen.

4 Glau­be, Reli­gi­on und Wer­te in Euro­pa; 20.12.2011:
www.fowid.de/meldung/glaube-religion-und-werte-europa

Zur Ver­brei­tung der welt­wei­ten Gott­lo­sig­keit sie­he: »In Got­tes Namen«. In: Der Spie­gel, 53/2015, S. 113:
www.spiegel.de/spiegel/print/d-140604381.html

5 Aus­führ­li­cher dar­ge­stellt in dem Bei­trag »Durch­schau­tes Spiel mit trü­ge­ri­schen Zah­len«. Sie­he:
www.hpd.de/node/18343

6 Sie­he hier z. B. das neu­es­te Buch von Ste­phen Haw­king und Leo­nard Mlo­di­now: Der gro­ße Ent­wurf – Eine neue Erklä­rung des Uni­ver­sums. Rowohlt Ver­lag 2010, 2. Auf­la­ge, 192 S. Die Autoren ver­tre­ten die The­se, dass das Uni­ver­sum sich selbst erschaf­fen haben könn­te. (Vgl. dazu auch die Aus­füh­run­gen in Kap. III, 1!)

7 Sie­he z. B. die 13. Enzy­kli­ka »Fides und Ratio«, in der Papst Johan­nes Paul II. ver­kün­det, »Glau­be und Ver­nunft sind die bei­den Flü­gel, mit denen sich der mensch­li­che Geist zur Betrach­tung der Wahr­heit erhebt« (vor­ge­legt im Okto­ber 1998). Er warnt dar­in vor einer aus­schließ­lich welt­lich aus­ge­rich­te­ten Wis­sen­schaft und Phi­lo­so­phie. Zugleich erteilt er dem Den­ken der Post­mo­der­ne, das ohne Tran­szen­denz und Gott aus­kom­me, eine kla­re Absa­ge. Eine prag­ma­tisch ori­en­tier­te For­schung ohne Bezug zu den letz­ten Sinn­fra­gen kön­ne sich – so Papst Johan­nes Paul II. – in eine poten­ti­el­le Zer­stö­re­rin des Men­schen­ge­schlechts ver­wan­deln:
w2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_14091998_fides-et-ratio.html

8 Einen Über­blick über die Got­tes­be­wei­se gibt zum Bei­spiel der Bei­trag »Got­tes­be­weis« des Inter­net-Lexi­kons Wiki­pe­dia. Ich habe die­sem Bei­trag eini­ge Anre­gun­gen für mei­ne Dar­stel­lung ent­nom­men.

9 www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2017/kindersterblichkeit-weltweit-unicef/151902
weltkirche.katholisch.de/Aktuelles/20161111_Aktionsplan_gegen_Hunger

Von dort Ver­weis auf wei­te­re Quel­len.

Die Zah­len­an­ga­ben sind zum Teil nicht iden­tisch. In der Ten­denz jedoch stim­men sie über­ein.

Unicef-Bericht – In Paki­stan stirbt eins von 22 Babys im ers­ten Monat. Süd­deut­sche Zei­tung, 20.02.2018:
www.sueddeutsche.de/gesundheit/unicef-bericht-jedes-jahr-sterben-millionen-babys-im-ersten-lebensmonat-1.3874789

10 www.spiegel.de/panorama/verhungerte-jessica-das-maedchen-das-nie-existierte-a-344458.html
de.wikipedia.org/wiki/Mordfall_Jessica

11 Elie Wie­sel: Die Nacht zu begra­ben, Eli­scha. Ver­lag Langen/Müller, 1986/2005, 352 S., hier S. 93–94.

12 Hans Küng: Cre­do – Das Apos­to­li­sche Glau­bens­be­kennt­nis – Zeit­ge­nos­sen erklärt. Piper Ver­lag, Mün­chen 1992, 254 S., hier S. 42–43.

13 Johann Wolf­gang Goe­the: Aus mei­nem Leben – Dich­tung und Wahr­heit. Ers­ter Teil, Ers­tes Buch. Ham­bur­ger Aus­ga­be, Band IX, S. 30–31.

14 Papst Johan­nes Paul II. am 11.12.2002 in einer Pre­digt im Rah­men einer sei­ner Gene­ral­au­di­en­zen, zitiert nach L’Osservatore Roma­no (deut­sche Fas­sung) vom 20.12.2002. Im wei­te­ren Ver­lauf der Pre­digt begrün­det der Papst das Schwei­gen Got­tes aller­dings mit der Sünd­haf­tig­keit der Men­schen:
w2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/audiences/2002/documents/hf_jp-ii_aud_20021211.html

15 Was die Gott zuge­spro­che­nen Eigen­schaf­ten All­macht, All­wis­sen­heit und All­gü­te angeht, schla­ge man nach im Alten Tes­ta­ment unter Gene­sis 17,1; Psal­men 135, 6; Psal­men 33, 13–14; Hiob 37,16; Exo­dus 34,6; Psal­men 135,3; Deu­te­ro­no­mi­um 32,4. Die­ses im Alten Tes­ta­ment beschrie­be­ne Got­tes­bild wird im Neu­en Tes­ta­ment von Jesus über­nom­men und bekräf­tigt.

16 Die Bibel – Altes und Neu­es Tes­ta­ment Ein­heits­über­set­zung, gemein­sam hrsg. u. a. von den katho­li­schen und evan­ge­li­schen Kir­chen Deutsch­lands, Öster­reichs und der Schweiz. Katho­li­sche Bibel­an­stalt GmbH, Stutt­gart 1980. Hier im Abschnitt »Die Bücher der Lehr­weis­heit und die Psal­men«, das ers­te Buch, S. 582f. Dort »Ijob« geschrie­ben.

17 Ich habe mich hier etwas am Text des Stich­worts Hiob, Lexi­kon Reli­gi­on, von Hart­wig Weber, Rowohlt Taschen­buch­ver­lag, 2001, ori­en­tiert.

18 Aus­führ­lich kom­men­tiert die­se gan­ze Pro­ble­ma­tik z. B. Wal­ter Kauf­mann in sei­nem Buch »Der Glau­be eines Ket­zers«, Szc­zes­ny Ver­lag, Mün­chen 1965 (Über­set­zung aus dem Ame­ri­ka­ni­schen). Hier die Sei­ten 151–183, Kapi­tel »Das Lei­den und die Bibel«. Die umfas­sends­te mir bekann­te Beschäf­ti­gung mit die­ser The­ma­tik lie­fert der Phi­lo­soph Ger­hard Stre­min­ger: Got­tes Güte und die Übel der Welt. J. C. Mohr, Tübin­gen 1992, 442 S.

19 Wolf­gang Huber: Der christ­li­che Glau­be – Eine evan­ge­li­sche Ori­en­tie­rung. Güters­lo­her Ver­lags­haus, Güters­loh 2008, 4. Auf­la­ge, 286 S. Hier die Sei­ten 57 und 63.

20 Joseph Ratz­in­ger: Ein­füh­rung in das Chris­ten­tum. Kösel Ver­lag, Mün­chen 2000, 5. Auf­la­ge, 366 S., hier S. 23. Sie­he im Katho­li­schen Kate­chis­mus unter dem Stich­wort: Gott der All­mäch­ti­ge und dort unter: Got­tes All­macht und das Übel. Sehr auf­schluss­reich in die­ser Hin­sicht ist fer­ner der Kurz­text 324.

Kate­chis­mus der katho­li­schen Kir­che, zusam­men­ge­stellt unter Lei­tung Kar­di­nals Joseph Ratz­in­ger und hrsg. von Papst Johan­nes Paul II., 11.10.1992. Deut­sche Aus­ga­be erschie­nen im Olden­bourg Ver­lag, Mün­chen 1993, 816 S. Inzwi­schen sind 2003 und 2005 leicht ver­än­der­te deut­sche Aus­ga­ben, eben­falls im Olden­bourg Ver­lag, erschie­nen.

21 Einen Über­blick gibt Sikan­dar Sid­di­qui: Brau­chen Wer­te Gott? Ver­füg­bar über: www.fowid.de › Text­ar­chiv:
www.researchgate.net/publication/307082431_Brauchen_Werte_Gott

22 Zitiert aus der Ein­heits­über­set­zung (sie­he Anm. 16!), ein­schließ­lich der Absatz­ge­stal­tung. Eine nur gering­fü­gig modi­fi­zier­te Vari­an­te die­ser Zehn Gebo­te fin­det sich im 5. Buch Mose, dem Deu­te­ro­no­mi­um, Kapi­tel 5, Vers 6–21.

23 In der Aus­wahl kri­ti­sier­ter bzw. kom­men­tier­ter Bibel­stel­len fol­ge ich u. a. auch den Anre­gun­gen in den fol­gen­den Büchern: Karl­heinz Desch­ner: Aber­mals kräh­te der Hahn, Stutt­gart 1968; Karl­heinz Desch­ner: Oben ohne – Für einen göt­ter­lo­sen Him­mel und eine pries­ter­freie Welt, Rein­bek bei Ham­burg 1999; Nor­bert Roh­de: Abschied von der Bibel, Nor­der­stedt 2004; Nor­bert Hoers­ter: Die Fra­ge nach Gott, Mün­chen 2005; Micha­el Schmidt-Salo­mon: Mani­fest des evo­lu­tio­nä­ren Huma­nis­mus, Aschaf­fen­burg 2005. Alle Bibel­zi­ta­te sind der Ein­heits­über­set­zung ent­nom­men.

24 Micha­el Schmidt-Salo­mon: Mani­fest des evo­lu­tio­nä­ren Huma­nis­mus – Plä­doy­er für eine zeit­ge­mä­ße Leit­kul­tur. Ali­bri Ver­lag, Aschaf­fen­burg 2005, 181 S., hier Sei­te 67f.

25 Hans Küng: Was ich glau­be. Piper Ver­lag, Mün­chen 2009, Taschen­buch, 319 S., hier S. 29 und 36.

26 Mar­tin Luther: »Von den Juden und ihren Lügen«, erschie­nen bei Hans Luft, Wit­ten­berg 1543. Da die­se Schrift auch in Biblio­the­ken schwer zu fin­den ist, habe ich hier aus einer im Inter­net zugäng­li­chen Kopie aus den Arti­keln 298 bis 310 pas­sa­gen­wei­se zitiert. Ins Inter­net gestellt wur­de die­se Kopie von Dr. Rudolf Spon­sel, Erlan­gen. Es han­delt sich dabei um die Walch’sche Aus­ga­be, sie ist bereits in einem leich­ter ver­ständ­li­chen Deutsch ver­fasst, unter­schei­det sich von der Luther’schen Ori­gi­nal­aus­ga­be teil­wei­se durch eine ande­re text­li­che Anord­nung. Sie­he:
www.sgipt.org/sonstig/metaph/luther/lvdjuil.htm.

Inzwi­schen ist eine in Hoch­deutsch über­setz­te Fas­sung der Luther­aus­ga­be von 1543 in ihrer zwei­ten erwei­ter­ten Auf­la­ge erschie­nen. Auf der lin­ken Buch­sei­te steht jeweils eine Ori­gi­nal­sei­te des Luther­tex­tes, rechts­sei­tig die Über­set­zung in heu­ti­gem Deutsch. Ange­fügt sind ein Glos­sar und Anmer­kun­gen, die den Text in sei­nen theo­lo­gi­schen Zusam­men­hän­gen ver­ständ­lich machen: Büchner/Kammermeier/Schlotz/Zwilling (Hrsg.): Mar­tin Luther – Von den Juden und ihren Lügen. Ali­bri Ver­lag, Aschaf­fen­burg 2016, 347 S.

Eine Rezen­si­on dazu hier:
www.hpd.de/artikel/luthers-den-juden-und-ihren-luegen-13220

Sie­he aber auch Bor­cherdt, H. H. und Merz, Georg (Hrsg.): Mar­tin Luther – Aus­ge­wähl­te Wer­ke. Ergän­zungs­rei­he 3. Band: Schrif­ten wider Juden und Tür­ken. Chr. Kai­ser Ver­lag, Mün­chen 1938, S. 61–228, hier ab S. 189.

27 In wel­cher Wei­se bis­her die deut­sche Öffent­lich­keit gera­de­zu sys­te­ma­tisch über Luthers Anti­se­mi­tis­mus getäuscht wur­de, hat Rein­hold Schlotz doku­men­tiert. Der Auf­satz erschien im Huma­nis­ti­schen Pres­se­dienst:
www.hpd.de/node/12276

28 Sie­he z. B. Karl­heinz Desch­ner: Aber­mals kräh­te der Hahn – Eine kri­ti­sche Kir­chen­ge­schich­te von den Anfän­gen bis zu Pius XII. Hans E. Gün­ther Ver­lag, Stutt­gart 1968, 3. Auf­la­ge, 727 S.

Fer­ner sei auf sein Haupt­werk ver­wie­sen: Kri­mi­nal­ge­schich­te des Chris­ten­tums, 10 Bän­de. Rowohlt Ver­lag, Rein­bek bei Ham­burg 1996 und spä­ter.

Karl­heinz Desch­ner gilt wohl als der bedeu­tends­te Kir­chen­kri­ti­ker des 20. Jahr­hun­derts. Eine Wür­di­gung sei­nes Lebens­wer­kes hier:
www.hpd.de/node/18330

Nähe­res zu ihm und sei­nen Ver­öf­fent­li­chun­gen unter:
www.deschner.info/

29 Micha­el Schmidt-Salo­mon, Mani­fest, S. 70. Sie­he Anm. 24!

30 Man mache sich über das Inter­net sach­kun­dig. Im heu­ti­gen ortho­dox-isla­misch gepräg­ten Iran z. B. wer­den Ehe­bruch mit Stei­ni­gung und homo­se­xu­el­le Kon­tak­te zwi­schen Män­nern mit teil­wei­se öffent­li­chem Erhän­gen bestraft. In Sau­di-Ara­bi­en z. B. droht jedem die Todes­stra­fe, der den isla­mi­schen Glau­ben able­gen möch­te.

31 Eine maß­geb­li­che Rol­le für das Ein­füh­lungs­ver­mö­gen spie­len mög­li­cher­wei­se die so genann­ten Spie­gel­neu­ro­nen. Die­se Spie­gel­neu­ro­nen »spie­geln« in mir die neu­ro­phy­sio­lo­gi­schen Vor­gän­ge, die bei mei­nem Mit­men­schen ablau­fen, wenn er z. B. für mich erkenn­bar Schmerz oder Freu­de emp­fin­det. Sie­he z. B. bei Wiki­pe­dia unter »Spie­gel­neu­ron«.

32 Bert­rand Rus­sell: War­um ich kein Christ bin. rororo Taschen­buch-Aus­ga­be, 1968, 263 S., hier S. 32.

33 Wal­ter Kauf­mann: Der Glau­be eines Ket­zers. Szc­zes­ny Ver­lag, Mün­chen 1959, 431 S., hier das Kapi­tel Ethik, ins­be­son­de­re die Sei­ten 319–328.

34 Frans de Waal: Der Mensch, der Bono­bo und die Zehn Gebo­te. Moral ist älter als Reli­gi­on. Klett-Cot­ta Ver­lag, Stutt­gart 2015, 365 S.

Eine Rezen­si­on dazu hier:
www.hpd.de/artikel/12252

Micha­el Toma­sel­lo: Eine Natur­ge­schich­te der mensch­li­chen Moral. Suhr­kamp Ver­lag, Ber­lin 2016, 282 S.

Eine Rezen­si­on dazu hier:
www.hpd.de/artikel/fairness-geht-ueber-einfuehlung-13521

Wei­te­re Arti­kel, die einen Ein­blick geben in Unter­su­chun­gen zum Sozi­al­ver­hal­ten von Klein­kin­dern und Schim­pan­sen:

Schim­pan­sen ver­set­zen sich in ande­re hin­ein:
www.scinexx.de/wissen-aktuell-22101–2017-11–17.html

Die Evo­lu­ti­on von Glau­ben und Moral:
www.deutschlandfunkkultur.de/zoologie-und-religion-die-evolution-von-glauben-und-moral.1270.de.html?dram:article_id=329850

Schon Drei­jäh­ri­ge set­zen sich für ande­re ein:
www.scinexx.de/wissen-aktuell-18986–2015-06–19.html

Schim­pan­sen beloh­nen Gefäl­lig­kei­ten:
www.hpd.de/artikel/schimpansen-belohnen-gefaelligkeiten-14585

Rache ist süß:
www.hpd.de/artikel/rache-suess-15110

Empa­thie liegt (auch) in den Genen:
www.scinexx.de/wissen-aktuell-22508–2018-03–12.html

Lexi­kon der Bio­lo­gie: Evo­lu­tio­nä­re Ethik:
www.spektrum.de/lexikon/biologie/evolutionäre-ethik/23157

Wie bio­lo­gisch die Moral ist:
www.sueddeutsche.de/wissen/serie-jahre-darwin-wie-biologisch-die-moral-ist-1.387108

Sie­he auch Eck­art Voland: Sozio­bio­lo­gie: Die Evo­lu­ti­on von Koope­ra­ti­on und Kon­kur­renz. Sprin­ger Spek­trum, 2013, 260 S., 4. Auf­la­ge:
www.amazon.de/dp/3642345409/

35 Micha­el Schmidt-Salo­mon, Mani­fest, S. 102f. (Sie­he Anm. 24!) Zur Todes­stra­fe bei Homo­sexualität vgl. z. B. Moses 3, Kap. 20, Vers 13!

Anmer­kung zu den Begrif­fen Moral und Ethik:
In der All­tags­spra­che wer­den die Begrif­fe Ethik und Moral oft syn­onym ver­wen­det. Dage­gen wird in der Phi­lo­so­phie genau­er unter­schie­den: Mit Moral wird ein Nor­men­sys­tem bezeich­net, also ein kon­kre­tes Sys­tem von Ver­hal­tens­re­geln für das sozia­le Mit­ein­an­der. Ethik ist die Wis­sen­schaft von der Moral, sie befasst sich mit der Begrün­dung von Moral. In der Defi­ni­ti­on von Schmidt-Salo­mon bezeich­nen sowohl Moral wie Ethik Nor­men­sys­te­me, aber mit jeweils unter­schied­li­chen – christ­li­chen bzw. säku­la­ren – Begrün­dun­gen und Anwen­dungs­be­rei­chen.

36 Vol­taire: Tugend. Aus: Kri­ti­sche und sati­ri­sche Schrif­ten. Wink­ler Ver­lag, Zürich und Mün­chen 1970, S. 733–734.

37 Micha­el Schmidt-Salo­mon, Mani­fest, S. 104. Sie­he Anm. 24!

38 E. J. Lar­son und L. Wit­ham: Natur­wis­sen­schaft­ler und Reli­gi­on in Ame­ri­ka. In: Spek­trum der Wis­sen­schaft, 1999, Heft 11, S. 74. Die Ori­gi­nal­stu­die erschien 1998 in Natu­re Nr. 394. Obwohl die Stu­die schon älter ist, dürf­ten sich die Wer­te nicht wesent­lich geän­dert haben, heu­te eher noch mehr Nicht­gläu­bi­ge auf­wei­sen. Sie­he auch Anmer­kung 4!

Hier die Online-Fas­sung des lesens­wer­ten Spek­trum-Arti­kels:
www.spektrum.de/magazin/naturwissenschaftler-und-religion-in-amerika/825873

Sie­he auch: Gibt es einen Gott? Spek­trum, 15.02.2018:
www.spektrum.de/kolumne/gibt-es-einen-gott/1543799

In die­sem Arti­kel wird auch auf eine ame­ri­ka­ni­sche Stu­die aus dem Jahr 2009 ver­wie­sen. Danach deu­tet sich an, dass knapp zwei Drit­tel der vor­wie­gend US-ame­ri­ka­ni­schen Phi­lo­so­phen davon über­zeugt ist, dass es einen Gott, wie er tra­di­tio­nell im Chris­ten­tum defi­niert wird, nicht gibt:
link.springer.com/article/10.1007/s11098-013‑0259-7   (eng­lisch)

39 Det­lef Poll­ack: Rück­kehr des Reli­giö­sen? Stu­di­en zum reli­giö­sen Wan­del in Deutsch­land und Euro­pa II. Ver­lag Mohr Sie­beck, Tübin­gen 2009.

Sie­he auch unter:
www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/

Im Exzel­lenz­clus­ter „Reli­gi­on und Poli­tik“ der West­fä­li­schen Wil­helms-Uni­ver­si­tät Müns­ter (WWU) for­schen rund 200 Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler aus mehr als 20 geis­tes- und sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Fächern und 14 Natio­nen. Sie unter­su­chen das kom­ple­xe Ver­hält­nis von Reli­gi­on und Poli­tik quer durch die Epo­chen und Kul­tu­ren: von der anti­ken Göt­ter­welt über Juden­tum, Chris­ten­tum und Islam in Mit­tel­al­ter und frü­her Neu­zeit bis hin zur heu­ti­gen Situa­ti­on in Euro­pa, Ame­ri­ka, Asi­en und Afri­ka. Es ist der bun­des­weit größ­te For­schungs­ver­bund die­ser Art und von den 43 Exzel­lenz­clus­tern in Deutsch­land der ein­zi­ge zum The­ma Reli­gi­on.

40 Den Brief an Max Born hat­te ich in einer frü­he­ren Auf­la­ge einer Inter­net­sei­te des Deut­schen Muse­ums ent­nom­men, die jetzt nicht mehr exis­tiert. Erwähnt wird die­ser Aus­spruch – leicht vari­iert – mit Quel­len­an­ga­be auch auf Wiki­quo­te:
de.wikiquote.org/wiki/Albert_Einstein.

41 Die­ser Brief war 2008 noch nicht in einer all­ge­mein zugäng­li­chen Schrift ver­öf­fent­licht wor­den. Ich bezog mich damals auf einen Bei­trag im Ber­li­ner Tages­spie­gel vom 15.05.2008, S. 29. Inzwi­schen liegt der Brief in Kopie vor. Tran­skri­biert und in deut­scher Über­set­zung, auch hier auf­grund der Über­set­zung sprach­lich vari­iert:
de.wikiquote.org/wiki/Albert_Einstein

42 de.richarddawkins.net/foundation_articles/2013/11/28/der-einstein-gutkind-brief-mit-transkript-und-englischer-bersetzung

Bei Wiki­quo­te wird eine ande­re Über­set­zung ange­bo­ten, die inhalt­lich aber Ver­gleich­ba­res aus­drückt: de.wikiquote.org/wiki/Albert_Einstein

43 Geor­ge V. Coy­ne in einem Spie­gel-Arti­kel mit dem Titel »Die Zukunft der Welt­re­li­gio­nen: Was wuss­te Gott?«, in »Der Spie­gel« 52/2000. Sie­he dort die Titel­ge­schich­te:
www.spiegel.de/spiegel/print/d-18124579.html

Im Jahr 2006 lös­te Papst Bene­dikt XVI. ihn als Lei­ter der vati­ka­ni­schen Stern­war­te ab, da er – so Pres­se­mel­dun­gen – der päpst­li­chen Auf­fas­sung von Gott als einem »intel­li­gen­ten Desi­gner«, der den Pro­zess der Evo­lu­ti­on len­ke, wider­sprach.

44 Einen guten Über­blick über Leben und Werk ver­mit­telt die Lud­wig-Feu­er­bach-Gesell­schaft Nürn­berg e.V. auf ihren Inter­net­sei­ten. Sie­he unter:
www.ludwig-feuerbach.de.

45 Joa­chim Kahl auf den Sei­ten des »Inter­na­tio­na­len Bun­des der Kon­fes­si­ons­lo­sen und Athe­is­ten (IBKA)«. Sie­he unter: www.ibka.org/artikel/ag98/atheismus.html

46 Ste­ven Wein­berg: (K)ein Platz für Gott: »Es gibt kei­nen Beweis für Gott«. In: Bild der Wis­sen­schaft, 1999, Heft 12, S. 48–49. Von ihm stammt auch das sehr bekannt gewor­de­ne, mich sei­ner­zeit sehr beein­dru­cken­de Buch »Die ers­ten drei Minu­ten – Der Ursprung des Uni­ver­sums«, Piper Ver­lag, Mün­chen 1977.

47 Gün­ther Anders: Ket­ze­rei­en. C. H. Beck Ver­lag, Mün­chen, Nach­druck 1996, 358 S., hier S. 124.

48 Hans Jonas: Der Got­tes­be­griff nach Ausch­witz – Eine jüdi­sche Stim­me. Suhr­kamp Taschen­buch, 11. Auf­la­ge 1987, 64 S.

49 Clai­re Goll: Ich ver­zei­he kei­nem. Knaur Taschen­buch­ver­lag, Mün­chen 1980, 1995. 256 S., hier S. 11.

50 Zitiert nach Nor­bert Hoers­ter: Die Fra­ge nach Gott. Ver­lag C. H. Beck, Mün­chen 2005, 125 S., hier S. 122.

Kapi­tel VI »

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