Anmerkungen Kapitel VI

Kapi­tel I: Was kön­nen wir wis­sen? Was kön­nen wir erken­nen?

Kapi­tel II: Raum und Zeit: Unbe­greif­lich in Dimen­si­on und Wesen

Kapi­tel III: Natur­wis­sen­schaft, Reli­gi­on und mensch­li­ches Selbst­ver­ständ­nis

Kapi­tel IV: Schuld, Süh­ne, Glau­be und die Illu­si­on von der Wil­lens­frei­heit

Kapi­tel V: Nach­den­ken über Gott, Got­tes­glau­ben und Moral

Kapi­tel VI: End­gül­ti­ger Abschied von Chris­ten­tum und Kir­che

Kapi­tel VII: Über­le­gun­gen zu einem alter­na­ti­ven Welt- und Men­schen­bild

Kapi­tel VIII: Mein »Cre­do«

Endgültiger Abschied von Christentum und Kirche

1 Ger­hard Szc­zes­ny: Die Zukunft des Unglau­bens – Zeit­ge­mä­ße Betrach­tun­gen eines Nicht­chris­ten. Paul List Ver­lag, Mün­chen 1958/59, 220 S.

2 Der § 175 des Straf­ge­setz­bu­ches for­mu­lier­te in sei­ner Fas­sung von 1935: »Ein Mann, der mit einem ande­ren Mann Unzucht treibt oder sich von ihm zur Unzucht miß­brau­chen lässt, wird mit Gefäng­nis bestraft. Bei einem Betei­lig­ten, der zur Zeit der Tat noch nicht 21 Jah­re alt war, kann das Gericht in beson­ders leich­ten Fäl­len von einer Stra­fe abse­hen.« Unzucht lag nach einer Defi­ni­ti­on des Reichs­ge­richts dann vor, wenn »objek­tiv das all­ge­mei­ne Scham­ge­fühl ver­letzt und sub­jek­tiv die wol­lüs­ti­ge Absicht vor­han­den war, die Sin­nes­lust eines der bei­den Män­ner oder eines Drit­ten zu erre­gen.« Das Straf­maß lag zwi­schen 6 Mona­ten Gefäng­nis und 10 Jah­ren Zucht­haus in beson­ders schwe­ren Fäl­len. Wäh­rend der natio­nal-sozia­lis­ti­schen Herr­schaft wur­de der Para­graph ver­schärft. Homo­se­xu­el­le Män­ner wur­den ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger ein­ge­lie­fert, sie kamen teil­wei­se sogar nach ihrer Befrei­ung im Jah­re 1945 erneut in Gefäng­nis­haft. Der Para­graph hat­te – wenn auch mit abneh­men­der Inan­spruch­nah­me durch Poli­zei und Staats­an­walt­schaf­ten und Ent­schär­fung im Jah­re 1969 – Gül­tig­keit bis 1994!

3 Mehr zur Huma­nis­ti­schen Uni­on bei Wiki­pe­dia:
de.wikipedia.org/wiki/Humanistische_Union

4 In der Fas­sung der Ein­heits­über­set­zung (»Neu­es und Altes Tes­tament«, gemein­sam hrsg. von den katho­li­schen und evan­ge­li­schen Kir­chen Deutsch­lands, Öster­reichs und der Schweiz, Her­der Ver­lag, Frei­burg, Basel, Wien 1980) lau­tet die­ser Spruch wie folgt: »Rufe mich an am Tag der Not; dann ret­te ich dich und du wirst mich ehren.« Dem Sinn nach drückt er das­sel­be aus, wenn auch die For­mu­lie­rung »und du wirst mich ehren« weni­ger her­risch und selbst­herr­lich wirkt als das »so sollst du mich prei­sen«. Im Übri­gen eines von vie­len Bei­spie­len für »ent­schär­fen­de« For­mu­lie­run­gen der Ein­heits­über­set­zung, um Bibel­wor­te gegen­über zum Bei­spiel der wört­li­che­ren Luther-Über­set­zung weni­ger archa­isch, grau­sam oder befremd­lich erschei­nen zu las­sen.

5 Zitiert aus den ein­lei­ten­den Tex­ten »Das Alte Tes­ta­ment« und »Das Neue Tes­ta­ment« der Ein­heits­über­set­zung, 1980, hier S. 1–2 und S. 1079. (Ach­tung: Es gibt unter­schied­lich sei­ten­num­me­rier­te Aus­ga­ben!)

6 Kate­chis­mus der katho­li­schen Kir­che. Zusam­men­ge­stellt unter Lei­tung des Kar­di­nals Joseph Ratz­in­ger und hrsg. von Papst Johan­nes Paul II., 11.10.1992. Die deut­sche Aus­ga­be erschien im Olden­bourg Ver­lag, Mün­chen 1993, 816 S. 2003 und 2005 erschie­nen neue Aus­ga­ben mit iden­ti­scher Ein­tei­lung und nur gering­fü­gi­gen Ände­run­gen.

7 Uta Ran­ke-Hei­ne­mann: Nein und Amen – Mein Abschied vom tra­di­tio­nel­len Chris­ten­tum. Hey­ne Ver­lag, Mün­chen 2002, 5., ergänz­te Neu­auf­la­ge, 446 S., hier S. 29–30. Die Theo­lo­gin Ran­ke-Hei­ne­mann stellt in die­sem Buch u. a. den der­zei­ti­gen theo­lo­gi­schen For­schungs­stand zusam­men. Ein ins­ge­samt sehr lesens­wer­tes Buch.

Bemer­kens­wert ist, dass der Geburts­mo­nat von Jesus nach neue­ren Erkennt­nis­sen im März, im Som­mer oder Herbst gele­gen haben könn­te. Man recher­chie­re im Inter­net mit den Stich­wor­ten »Jesus Geburts­mo­nat«.

8 Sie­he z. B. Uta Ran­ke-Hei­ne­mann: Nein und Amen; sie­he Anm. 7! Hier ins­bes. Kapi­tel 16: Fäl­schun­gen und fal­sche Autoren. Fer­ner: Karl­heinz Desch­ner: Der gefälsch­te Glau­be – Eine kri­ti­sche Betrach­tung kirch­li­cher Leh­ren und ihrer his­to­ri­schen Hin­ter­grün­de. Kne­se­beck Ver­lag, Mün­chen 2004, 280 S.

Jesus-For­schung – Dop­pelt oder nichts. Spie­gel-Online, 03.06.1996:
www.spiegel.de/spiegel/print/d-8931363.html

9 Gerd Lüde­mann: Der gro­ße Betrug – Und was Jesus wirk­lich sag­te. Ver­lag zu Klam­pen, Lüne­burg 2002, 125 S. (1. Auf­la­ge 1998). Auf den Sei­ten des Buch­ver­sen­ders Ama­zon habe ich dazu eine Rezen­si­on ein­ge­stellt:
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Gerd Lüde­mann: Der ech­te Jesus – Sei­ne his­to­ri­schen Taten und Wor­te. Ver­lag zu Klam­pen, Lüne­burg 2013, 117 S. Auf den Sei­ten des Buch­ver­sen­ders Ama­zon habe ich dazu eine Rezen­si­on ein­ge­stellt:
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Für sei­ne For­schungs­er­geb­nis­se und deren Ver­öf­fent­li­chung »büß­te« Lüde­mann mit Ent­zug der Prü­fungs­be­rech­ti­gung für evan­ge­li­sche Theo­lo­gie­stu­den­ten, Per­so­nal- und Mit­tel­kür­zung und Ver­lust sei­ner Theo­lo­gie-Pro­fes­sur an der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen; die­se wur­de in eine Pro­fes­sur für Geschich­te und Lite­ra­tur des alten Chris­ten­tums umge­wid­met. Der katho­li­sche Theo­lo­ge Huber­tus Myna­rek, der es zwi­schen­zeit­lich immer­hin bis zum Dekan der theo­lo­gi­schen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Wien gebracht hat­te und es eben­falls wag­te, sei­ne wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se über Chris­ten­tum und Kir­che öffent­lich zu machen, ver­lor sei­ne Pro­fes­sur und muss­te die Uni­ver­si­tät ganz ver­las­sen. Vie­le Theo­lo­gen, die inzwi­schen zu ähn­li­chen Erkennt­nis­sen wie Lüde­mann und Myna­rek gekom­men sind, ver­mei­den es jedoch tun­lichst, ihre Ansich­ten als evan­ge­li­sche oder katho­li­sche Theo­lo­gen, also als Abhän­gi­ge der Kir­che, öffent­lich zu äußern. Sie ris­kier­ten ansons­ten ihre Stel­lung an der Uni­ver­si­tät. Die durch Grund­ge­setz (Art. 5) garan­tier­te Wis­sen­schafts- und Lehr­frei­heit besteht nicht an theo­lo­gi­schen Fakul­tä­ten. Wer sie dort gegen die Kir­che in Anspruch nimmt, läuft ernst­haft Gefahr, sein Amt zu ver­lie­ren. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt urteil­te am 03.02.2005: »Ein Pro­fes­sor an der Evan­ge­li­schen Theo­lo­gi­schen Fakul­tät einer staat­li­chen Hoch­schu­le übt ein kon­fes­si­ons­ge­bun­de­nes Amt aus. Sagt er sich öffent­lich vom Chris­ten­tum los, muss er es hin­neh­men, wenn ihm auf Anre­gung der Lan­des­kir­che und der Fakul­tät anstel­le des ursprüng­li­chen kon­fes­si­ons­ge­bun­de­nen Faches (Neu­es Tes­ta­ment) das dem bis­he­ri­gen ent­spre­chen­de reli­gi­ons­wis­sen­schaft­li­che Fach (Geschich­te und Lite­ra­tur des frü­hen Chris­ten­tums) über­tra­gen und er aus der Theo­lo­gen­aus­bil­dung aus­ge­schlos­sen wird.« Das mag rechts­lo­gisch in sich stim­mig sein – wie Lüde­mann selbst kon­sta­tiert – es fragt sich nur, was die Pfar­reraus­bil­dung an einer staat­li­chen Uni­ver­si­tät über­haupt zu suchen hat. Wer hät­te nach den trau­ri­gen Erfah­run­gen unter den Natio­nal­so­zia­lis­ten und Kom­mu­nis­ten gedacht, dass auch heu­te noch Wis­sen­schaft­ler an deut­schen Uni­ver­si­tä­ten im Diens­te einer Ideo­lo­gie ste­hen, und das gesetz­lich gere­gelt und mit Kon­kor­dats­ver­trä­gen (z. T. aus der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus!) im Sin­ne der Kir­che abge­si­chert. Wenn Theo­lo­gie Wis­sen­schaft sein will, und das muss sie, wenn sie sich an einer Uni­ver­si­tät befin­det, dann muss sie, wie jede ande­re Wis­sen­schaft auch, ergeb­nis­of­fen arbei­ten und der Wahr­heit ver­pflich­tet sein. Das »Schick­sal« der Theo­lo­gen Gerd Lüde­mann und Huber­tus Myna­rek ereil­te z. B. auch die Theo­lo­gen Eugen Dre­wer­mann, Uta Ran­ke-Hei­ne­mann, Horst Herr­mann, Hans Küng u. v. a. m.

10 Kurt Flasch: War­um ich kein Christ bin. Ver­lag C. H. Beck, Mün­chen 2013, 280 S.

Sie­he auch mei­ne den Inhalt umrei­ßen­de Rezen­si­on beim Buch­ver­sen­der Ama­zon:
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11 Heinz-Wer­ner Kubitza: Der Jesus­wahn – Wie die Chris­ten sich ihren Gott erschu­fen. Tec­tum Ver­lag, Mar­burg 2011, 382 S.
www.amazon.de/Jesuswahn-erschufen-Entzauberung-Weltreligion-wissenschaftliche/dp/3828824358

12 Karl­heinz Desch­ner: Der gefälsch­te Glau­be – Eine kri­ti­sche Betrach­tung kirch­li­cher Leh­ren und ihrer his­to­ri­schen Hin­ter­grün­de. Kne­se­beck Ver­lag, Mün­chen 2004, 280 S.
www.amazon.de/gef%C3%A4lschte-Glaube-Betrachtung-historischen-Hintergr%C3%BCnde/dp/3896602284

13 Prof. Dr. Wolf­gang Klos­ter­hal­fen, Düs­sel­dorf, führ­te eine mona­te­lan­ge Aus­ein­an­der­set­zung mit der Stadt­bi­blio­thek Düs­sel­dorf, der er vor­warf, neben umfang­rei­cher Lite­ra­tur zu Chris­ten­tum und Kir­che kei­ner­lei aktu­el­le reli­gi­ons- und kir­chen­kri­ti­sche Schrif­ten bereit­zu­hal­ten.

Von Janu­ar 2012 bis Juni 2013 hat die Stadt­bü­che­rei Düs­sel­dorf über 130 Bücher von Autoren ange­schafft, die dem Chris­ten­tum posi­tiv gegen­über­ste­hen. Sie wei­ger­te sich hin­ge­gen, von elf von Prof. Klos­ter­hal­fen im März 2012 emp­foh­le­nen kir­chen­kri­ti­schen Büchern auch nur eins anzu­schaf­fen. Die­se Bücher sei­en, so hieß es, zu spe­zi­ell. Sei­ne Beschwer­de gegen die­se Ent­schei­dung wur­de im Rat­haus mit den Stim­men der CDU und der FDP zurück­ge­wie­sen. Mehr zu die­ser Aus­ein­an­der­set­zung hier:
www.reimbibel.de/x.htm.

14 Ich bezie­he mich im Fol­gen­den auf ent­spre­chen­de Fach­li­te­ra­tur von Theo­lo­gen und Kir­chen­kri­ti­kern. Anre­gun­gen für die fol­gen­den Bibel-Zita­te habe ich daher u. a. durch die fol­gen­den, teil­wei­se bereits erwähn­ten Bücher bekom­men. Im Übri­gen for­de­re ich den Leser aus­drück­lich auf, die zitier­ten Bibel­stel­len – ent­nom­men jeweils der Ein­heits­bi­bel (vgl. Anm. 4!) – selbst nach­zu­le­sen und ggf. durch eige­ne Lek­tü­re der nach­fol­gend auf­ge­führ­ten Bücher zu ergän­zen!

Franz Bug­g­le: Denn sie wis­sen nicht, was sie glau­ben – Oder war­um man red­li­cher­wei­se nicht mehr Christ sein kann. Ali­bri Ver­lag, Aschaf­fen­burg 2004, 445 S.

Karl­heinz Desch­ner: Aber­mals kräh­te der Hahn. Ver­lag Hans E. Gün­ther, Stutt­gart 1968, 727 S. Karl­heinz Desch­ner: Oben ohne – Für einen göt­ter­lo­sen Him­mel und eine pries­ter­freie Welt. Rowohlt Ver­lag, Rein­bek bei Ham­burg 1999, 383 S.

Gerd Lüde­mann: Die Into­le­ranz des Evan­ge­li­ums – Erläu­tert an aus­ge­wähl­ten Schrif­ten des Neu­en Tes­ta­ments. Zu Klam­pen Ver­lag, Sprin­ge 2004, 270 S.

Gerd Lüde­mann: Das Unhei­li­ge in der Hei­li­gen Schrift – Die dunk­le Sei­te der Bibel. Zu Klam­pen Ver­lag, Sprin­ge 2004, 3. Auf­la­ge, 136 S.

Huber­tus Myna­rek: Her­ren und Knech­te der Kir­che. His­to­ria Fach­ver­lag für Kir­chen­kri­tik, Ulm-Wib­lin­gen 2004, 490 S.

Huber­tus Myna­rek: Mys­tik und Ver­nunft. LIT Ver­lag, Müns­ter und Lon­don 2001, 2. Auf­la­ge, 255 S.

Uta Ran­ke-Hei­ne­mann: Nein und Amen – Mein Abschied vom tra­di­tio­nel­len Chris­ten­tum. Hey­ne Ver­lag, Mün­chen 2002, 5., ergänz­te Neu­auf­la­ge, 446 S.

Micha­el Schmidt-Salo­mon: Mani­fest des evo­lu­tio­nä­ren Huma­nis­mus – Plä­doy­er für eine zeit­ge­mä­ße Leit­kul­tur. Ali­bri Ver­lag, Aschaf­fen­burg 2005, 181 S.

15 Karl­heinz Desch­ner: Kri­mi­nal­ge­schich­te des Chris­ten­tums. 10 Bän­de. Rowohlt Ver­lag, Rein­bek b. Ham­burg 1996 und spä­ter. Auch als DVD erhält­lich über Ver­lag Direc­t­me­dia Publi­shing GmbH.

16 Zitiert nach Jan Ass­mann: Mono­the­is­mus und die Spra­che der Gewalt. Picus Ver­lag, Wien 2007, 4. Auf­la­ge, hier S. 27f, ein­schließ­lich der dor­ti­gen Anm. 9 und 10. Eben­falls aus assy­ri­schen Text­quel­len stammt der Text des (von mir im Fol­gen­den erwähn­ten) Kapi­tels 28, Deu­te­ro­no­mi­um, mit sei­nen unge­heu­er­li­chen Straf­an­dro­hun­gen.

17 Kate­chis­mus der katho­li­schen Kir­che, vgl. Anm. 6! Hier Stich­wort Nr. 2357ff (Homo­se­xua­li­tät), Sei­te 596. Der Medi­ävist K. P. Jan­krift berich­tet über die Ver­ur­tei­lung von Homo­se­xu­el­len im Mit­tel­al­ter. So wur­den bei­spiels­wei­se im Jah­re 1409 in Augs­burg ein Ger­ber­meis­ter und vier Geist­li­che wegen »wider­na­tür­li­cher« Hand­lun­gen ver­ur­teilt. Der Ger­ber­meis­ter wur­de ver­brannt, die vier Geist­li­chen wur­den in Käfi­ge gesperrt, wo sie nach weni­gen Tagen eben­falls qual­voll den Tod fan­den, selbst­ver­ständ­lich unter geist­li­chem Bei­stand. Sie­he dazu: Kay Peter Jan­krift: Hen­ker, Huren, Han­dels­her­ren – All­tag in einer mit­tel­al­ter­li­chen Stadt. Klett-Cot­ta Ver­lag, Stutt­gart 2008, 235 S.

18 Kir­chen­prä­si­dent Vol­ker Jung am 05.07.2014 auf evangelisch.de:

www.evangelisch.de/inhalte/95670/05–07-2014/volker-jung-homosexualitaet-ist-ein-teil-der-schoepfung

www.evangelisch.de/inhalte/84019/03–06-2013/homosexuelle-auszuschliessen-ist-evangeliumsfeindlich

(Mei­ne kri­ti­schen und aus­führ­li­chen, kei­nes­falls pole­mi­schen Kom­men­ta­re wur­den in der dor­ti­gen Archiv­fas­sung lei­der gelöscht.)

19 David Ber­ger ver­öf­fent­lich­te 2010 im Ull­stein-Ver­lag die Auto­bio­gra­phie »Der hei­li­ge Schein« als Reak­ti­on auf die für ihn uner­träg­lich gewor­de­ne Homo­pho­bie der katho­li­schen Kir­che:
www.amazon.de/heilige-Schein-schwuler-Theologe-katholischen/dp/3548610986

In einem Inter­view in der Münch­ner Abend­zei­tung vom 04.08.2011 bekräf­tig­te er die Zahl von 50 % homo­se­xu­el­ler Pries­ter in der katho­li­schen Kir­che.

Sie­he auch: Homo­se­xua­li­tät im Vati­kan – Im Zen­trum der Ver­lo­gen­heit:
www.stern.de/panorama/gesellschaft/homosexualitaet-im-vatikan—traut-euch–frei-zu-sein—7437910.html

20 Zitiert nach Heinz-Wer­ner Kubitza: Der Jesus­wahn. Tec­tum Ver­lag, Mar­burg 2011, 382 S., hier S. 270. Dort auch Anga­be der Quel­le.

Einen sehr guten Über­blick über den Ein­fluss von Reli­gi­on auf die Rol­le der Frau gibt der Bei­trag im Huma­nis­ti­schen Pres­se­dienst »Was Reli­gi­on mit Sexua­li­tät zu tun hat« von Bar­ba­ra Stoll­berg-Rilin­ger:
www.hpd.de/node/12083

21 Sie­he dazu:

Peter Wen­sier­ski: “Kein Tag, an dem ich nicht mit Angst ins Bett ging und mit Angst auf­stand”. Spie­gel-Online, 28.12.2006:
www.spiegel.de/politik/deutschland/heimkinder-kein-tag-an-dem-ich-nicht-mit-angst-ins-bett-ging-und-mit-angst-aufstand-a-456655.html

Peter Wen­sier­ski: Schlä­ge im Namen des Herrn: Die ver­dräng­te Geschich­te der Heim­kin­der in der Bun­des­re­pu­blik. Deut­sche Ver­lags-Anstalt, 2006, 240 S.
www.amazon.de/Schl%C3%A4ge-Namen-Herrn-verdr%C3%A4ngte-Bundesrepublik/dp/342105892X

ZDF-Film über Heim­kin­der: End­lich wie­der Wür­de. Bericht in Spie­gel-Online, 04.03.2013:
www.spiegel.de/kultur/tv/zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ueber-heimkinder-a-886644.html

Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz bit­tet Heim­kin­der um Ver­zei­hung, Juli 2016:
www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/dossiers_2016/2016–07-11_Zusammenfassung-Massnahmen-DBK-ehem-Heimkinder.pdf

22 Dass dies kei­ne blo­ße Behaup­tung dar­stellt, kön­nen vie­le Psy­cho­the­ra­peu­ten bestä­ti­gen, die Kli­en­ten aus stark christ­lich-reli­giö­sem Milieu betreu­en. Ich selbst habe auf­grund frü­he­rer Auf­la­gen vor­lie­gen­den Buchs meh­re­re Zuschrif­ten von Frau­en bekom­men, die sich – in völ­li­ger Ver­ken­nung mei­ner dies­be­züg­li­chen Kom­pe­ten­zen – rat­su­chend an mich wand­ten. Sie schil­der­ten mir ihre psy­chi­schen Pro­ble­me, ins­be­son­de­re immer wie­der­keh­ren­de Alb­träu­me, in denen gött­li­cher Zorn, der Teu­fel und die Höl­le eine sie zer­mür­ben­de Rol­le spiel­ten. Man kann nur fas­sungs­los regis­trie­ren, dass heu­te und in Deutsch­land Men­schen immer noch Opfer sol­chen mit­tel­al­ter­li­chen Aber­glau­bens wer­den.

23 Kate­chis­mus der katho­li­schen Kir­che, vgl. Anm. 6! Hier Stich­wort Nr. 1033ff (Die Höl­le), Sei­te 295.

24 Inzwi­schen ver­mu­tet man, den his­to­ri­schen Kern der Apo­ka­lyp­se, wie sie in der Offen­ba­rung des Johan­nes beschrie­ben wird, ent­deckt zu haben. In der jor­da­ni­schen Wüs­te nahe der Gren­ze zu Sau­di-Ara­bi­en ist im Jahr 2006 ein gewal­ti­ger Kra­ter (wieder-)entdeckt wor­den, der vor knapp 10.000 Jah­ren ent­stan­den ist. Der mehr als fünf Kilo­me­ter brei­te Kra­ter ent­stand beim Ein­schlag eines etwa 100 Meter gro­ßen Meteo­ri­ten. Im Offen­ba­rungs­text heißt es: »Da wur­de etwas, das einem gro­ßen bren­nen­den Berg glich, ins Meer gewor­fen. Ein Drit­tel des Mee­res wur­de zu Blut. Und ein Drit­tel der Geschöp­fe, die im Meer leben, kam um und ein Drit­tel der Schif­fe wur­de ver­nich­tet. Der drit­te Engel blies sei­ne Posau­ne. Da fiel ein gro­ßer Stern vom Him­mel; er loder­te wie eine Fackel und fiel auf ein Drit­tel der Flüs­se und auf die Quel­len.« Auch die geschil­der­ten schwe­ren Erd­be­ben, die zent­ner­schwe­ren vom Him­mel fal­len­den Hagel­bro­cken und die alles ver­bren­nen­de Son­nen­glut (vgl. Offbg., Kap. 16!) ent­spre­chen dem, was beim Ein­schlag eines sol­chen gewal­ti­gen, mit astro­no­mi­scher Geschwin­dig­keit ein­schla­gen­den Meteo­ri­ten zu beob­ach­ten wäre.

Auch die im Alten Tes­ta­ment beschrie­be­ne gro­ße Flut dürf­te tat­säch­lich statt­ge­fun­den haben. For­schun­gen in den 80er Jah­ren erga­ben, dass nach Ende der letz­ten Eis­zeit welt­weit die Tem­pe­ra­tu­ren stie­gen und die Glet­scher schmol­zen. Der Was­ser­spie­gel des Mit­tel­meers stieg erheb­lich an und durch­brach schließ­lich die schma­le Land­brü­cke am heu­ti­gen Bos­po­rus. Die Was­ser­mas­sen ergos­sen sich in die tie­fer gele­ge­nen Regio­nen und bil­de­ten u. a. das heu­ti­ge Schwar­ze Meer. Nach einer ande­ren Theo­rie trans­por­tier­ten die aus dem Nor­den kom­men­den Flüs­se die gewal­ti­gen Schmelz­was­ser­mas­sen, die die Sint­flut bil­de­ten. Das Gesche­hen wird auf das 6. Jahr­tau­send v. u. Z. datiert und könn­te eine sehr gro­ße Zahl von Men­schen das Leben gekos­tet haben. Die Bei­spie­le zei­gen, dass in die Tex­te des Alten Tes­ta­ments sicher­lich uralte his­to­ri­sche Bege­ben­hei­ten ein­ge­flos­sen sind, wenn auch – wie im Fall der Offen­ba­rung – nur noch bruch­stück­haft erkenn­bar und in reli­gi­ös-apo­ka­lyp­tisch gedeu­te­ter Form.

25 Der Theo­lo­ge Fried­rich Wil­helm Graf am 12.10.2010 in der Süd­deut­schen Zei­tung:
»Der moder­ne Ver­fas­sungs­staat, und spe­zi­ell der Rechts­staat in Deutsch­land, ist weit­hin gegen die Kir­chen durch­ge­setzt wor­den. So wur­de etwa noch weit bis in die fünf­zi­ger Jah­re in den Dis­kur­sen bei­der gro­ßen Kir­chen der Begriff ›Men­schen­rech­te‹ eher kri­tisch gese­hen als libe­ra­lis­ti­sche Ver­ir­rung des moder­nen Men­schen.«

Sie­he ggfs. hier:
www.jetzt.de/sz/wir-sollten-das-grundgesetz-nicht-taufen-512648

26 Franz Bug­g­le: Denn sie wis­sen nicht, was sie glau­ben – Oder war­um man red­li­cher­wei­se nicht mehr Christ sein kann. Ali­bri Ver­lag, 2004, 445 S., hier S. 62.

27 Huber­tus Myna­rek: Reli­gi­ons­ge­schich­te und Beschnei­dungs­de­bat­te. Huma­nis­ti­scher Pres­se­dienst, 02.11.2012:
www.hpd.de/node/14258?nopaging=1

Prof. Dr. Huber­tus Myna­rek war bis 1972 Dekan der katho­li­schen Fakul­tät an der Uni­ver­si­tät Wien. In die­sem Jahr erklär­te er öffent­lich sei­nen Aus­tritt aus der katho­li­schen Kir­che. (Mehr zu sei­ner Vita bei Wiki­pe­dia!)

Im Jahr 2008 erschien an der Evan­ge­li­schen Fakul­tät der LMU Mün­chen eine Habi­li­ta­ti­ons­schrift mit dem Titel: »Jah­we als Wet­ter­gott. Stu­di­en zur alt­he­bräi­schen Kult­ly­rik anhand aus­ge­wähl­ter Psal­men«:
www.at1.evtheol.uni-muenchen.de/forschung/projekte/daten/mueller_jahwe.html

Sie­he auch bei Heinz-Wer­ner Kubitza: Der Dog­men­wahn – Schein­pro­ble­me der Theo­lo­gie. Tec­tum Ver­lag, Mar­burg 2015, 393 S. Hier S. 133ff

28 Rolf Berg­mei­er: Schat­ten über Euro­pa – Der Unter­gang der anti­ken Kul­tur. Ali­bri Ver­lag, Aschaf­fen­burg 2012, 2. Auf­la­ge, 291 S., hier S. 8.

Eine sach­kun­di­ge Zusam­men­fas­sung der zen­tra­len Aus­sa­gen des Buches von Berg­mei­er bie­tet die fol­gen­de Inter­net­sei­te:

Teil 1: www.cognitiveagent.org/2015/01/06/christliches-abendland-eine-legende-nachbetrachtungen-zum-buch-von-r-bergmeier/

Teil 2: www.cognitiveagent.org/2015/01/09/christliches-abendland-eine-legende-nachbetrachtungen-zum-buch-von-r-bergmeier-teil-2/

Im Huma­nis­ti­schen Pres­se­dienst berich­tet Bernd Kam­mer­mei­er über einen Vor­trag von Rolf Berg­mei­er, in dem die­ser zen­tra­le The­sen sei­ner his­to­ri­schen Stu­di­en vor­trug:
Ende eines Mythos:
www.hpd.de/node/17791

29 Sie­he z. B. Hart­wig Weber: Lexi­kon Reli­gi­on. Rowohlt Taschen­buch, Rein­bek bei Ham­burg 2001, hier Stich­wort Chris­ten­ver­fol­gung.

30 Sie­he z. B. Karl­heinz Desch­ner, Kri­mi­nal­ge­schich­te des Chris­ten­tums, 2. Band: Die Spät­an­ti­ke. Hier z. B. 4. bis 7. Kapi­tel. Sie­he Anm. 15!

Zu Karl­heinz Desch­ner, geb. 1924, ist zu sagen, dass er wohl der bekann­tes­te euro­päi­sche Kir­chen­his­to­ri­ker und -kri­ti­ker ist. Bei aller reli­giö­ser bzw. ideo­lo­gi­scher Geg­ner­schaft wird er den­noch auch von katho­li­schen und evan­ge­li­schen Theo­lo­gen als Quel­le zitiert, da die Zuver­läs­sig­keit sei­ner Doku­men­ta­tio­nen prin­zi­pi­ell auch von ihnen nicht in Fra­ge gestellt wird. Eben­so wie das 1962 erschie­ne­ne Werk »Aber­mals kräh­te der Hahn« gilt sei­ne »Kri­mi­nal­ge­schich­te des Chris­ten­tums« vie­len als Stan­dard­werk der Kir­chen­ge­schich­te.

31 Karl­heinz Desch­ner: Kri­mi­nal­ge­schich­te des Chris­ten­tums: 6. Band, 6. Kapi­tel, S. 381–382. Sie­he Anm. 15!

32 Wal­ter Kauf­mann: Der Glau­be eines Ket­zers. Szc­zes­ny Ver­lag, Mün­chen 1965, 431 S. (Über­set­zung aus dem Ame­ri­ka­ni­schen); hier S. 83.

33 Gun­nar Hein­sohn: Lexi­kon der Völ­ker­mor­de. Rowohlt Taschen­buch, Rein­bek bei Ham­burg 1998, 469 S. Hier Stich­wort Kreuz­zü­ge. (Her­vor­zu­he­ben ist bei die­sem Lexi­kon die dis­ku­tier­te Vor­sicht und Sen­si­bi­li­tät bei der Mit­tei­lung von Zah­len!)

34 Hans Küh­ner: Tabus der Kir­chen­ge­schich­te – Not­wen­di­ge Wand­lun­gen des Urteils. 2. Auf­la­ge, Nürn­berg 1965. Zitiert nach Joa­chim Kahl: Das Elend des Chris­ten­tums. Rowohlt Taschen­buch, Rein­bek bei Ham­burg 1993, über­ar­bei­te­te und erwei­ter­te Neu­aus­ga­be, 223 S., hier S. 38.

35 Karl­heinz Desch­ner: Kri­mi­nal­ge­schich­te des Chris­ten­tums, Band 7, S. 264. Sie­he Anm. 15!

36 Wal­ter Nigg: Das Buch der Ket­zer. Dio­ge­nes Ver­lag AG, Zürich 1986, 594 S., hier Sei­te 263ff. (Die Erst­aus­ga­be erschien im Arte­mis Ver­lag, Zürich 1949.)

37 Karl­heinz Desch­ner: Kri­mi­nal­ge­schich­te, Band 7, S. 262f. Sie­he Anm. 15!

38 Karl­heinz Desch­ner: Kri­mi­nal­ge­schich­te, Band 7, S. 268. Sie­he Anm. 15!

39 Karl­heinz Desch­ner: Kri­mi­nal­ge­schich­te, Band 7, S. 271. Sie­he Anm. 15!

40 Immer­hin rang sich Papst Paul II. in einer umfäng­li­chen Schrift »Erin­nern und Ver­söh­nen: die Kir­che und die Ver­feh­lun­gen in ihrer Ver­gan­gen­heit« zu dem Ein­ge­ständ­nis durch, dass die Kir­che Ver­feh­lun­gen began­gen habe, für die er sich, wenn auch in ver­klau­su­lier­ter Form und in lan­gen Tex­ten fast ver­steckt, ent­schul­digt. Abruf­bar von den Sei­ten www.vatican.va unter Ein­ga­be der Stich­wor­te »Tag der Ver­ge­bung« in das auf­zu­ru­fen­de Such­feld. Hier der direk­te Link:
www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/cti_documents/rc_con_cfaith_doc_20000307_memory-reconc-itc_ge.html

41 Lexi­kon der Völ­ker­mor­de, Stich­wort »Hexen­ver­fol­gung«. (Sie­he Anm. 33!) Dort auch The­ma­ti­sie­rung des Pro­blems der Schät­zung der tat­säch­li­chen Opfer­zah­len. Eine aus­führ­li­che Behand­lung der The­ma­tik bie­tet Wiki­pe­dia eben­falls unter dem Stich­wort »Hexen­ver­fol­gung«.

42 Wal­ter Nigg: Das Buch der Ket­zer (sie­he Anm. 36!), hier Sei­te 341ff. / Horst Herr­mann: Sex und Fol­ter in der Kir­che – 2000 Jah­re Fol­ter im Namen Got­tes. Bas­ser­mann Ver­lag, Mün­chen 2009, 363 S.

43 Spie­gel Online Pan­ora­ma vom 11.03.2010: Exor­zist des Paps­tes – Teu­fels­zeug im Vati­kan:
www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/exorzist-des-papstes-teufelszeug-im-vatikan-a-683075.html

Deutsch­land­funk, Bei­trag vom 30.01.2014: Die Rück­kehr des Satans:
www.deutschlandfunk.de/exorzismus-die-rueckkehr-des-satans.886.de.html?dram:article_id=276027

44 Uta Ran­ke-Hei­ne­mann: Nein und Amen – Mein Abschied vom tra­di­tio­nel­len Chris­ten­tum. Hey­ne Ver­lag, Mün­chen 2002, 5., ergänz­te Neu­auf­la­ge, 446 S., hier S. 87–88 (mit genau­er Anga­be der Infor­ma­ti­ons­quel­len) und wei­ter S. 89–90. Klaus Kühl­wein: War­um der Papst schwieg. Pius XII. und der Holo­caust. Pat­mos Ver­lag, Düs­sel­dorf 2008, 246 S. Kühl­wein stützt sich u. a. auf Aus­sa­gen des Beauf­trag­ten für das Selig­spre­chungs­ver­fah­ren von Papst Pius XII., Pater Peter Gum­pel SJ.

45 »Der Spie­gel«, 23/1998, Titel­ge­schich­te: Got­tes wil­li­ge Vollstre­cker:
www.spiegel.de/spiegel/print/d-7897629.html

46 Sie­he z. B. Lexi­kon der Völ­ker­mor­de, 1998, Stich­wort: India­ner 1492 bis heu­te. (Sie­he Anm. 33!)

47 Bar­to­lo­mé de la Casas: Kurz­ge­faß­ter Bericht von der Ver­wüs­tung der West­in­di­schen Län­der. Neu her­aus­ge­ge­ben und kom­men­tiert von Hans Magnus Enzens­ber­ger, Insel Taschen­buch 553, 1966, 153 S.

Wer sich umfas­sen­der über die ver­hee­ren­den Fol­gen christ­li­cher Mis­si­ons­ar­beit infor­mie­ren möch­te, sei ver­wie­sen auf das umfang­rei­che Werk von Gert von Pac­zen­sky: Ver­bre­chen im Namen Chris­ti – Mis­si­on und Kolo­nia­lis­mus, Knaus Ver­lag, Mün­chen 1991. Der vom Fern­se­hen bekann­te Jour­na­list beschreibt in einem außer­or­dent­lich detail­rei­chen und peni­bel doku­men­tier­ten Buch, was an Unfass­ba­rem und Unglaub­li­chem im Namen die­ser Reli­gi­on welt­weit und bis heu­te ange­rich­tet wur­de.

48 Con­quis­ta und Mis­si­on: Ereig­nis, Gedenk­fei­ern und Fil­me zum Quin­to Cen­ten­a­rio, 1997, hier S. 21. Ver­öf­fent­li­chun­gen der Katho­li­schen Aka­de­mie Schwer­te, hsg. von Udo Zel­in­ka. ISBN 3–927382-16–7. Das Doku­ment ist auch über die Haupt­ab­tei­lung Bil­dung im Erz­bi­schöf­li­chen Gene­ral­vi­ka­ri­at, Abtei­lung Medi­en­ar­beit des Erz­bis­tum Köln erhält­lich.

49 Zei­tung »Die Welt« vom 15.05.2007 »India­ner sind ver­är­gert über den Papst«:
www.welt.de/politik/article873781/Indianer-sind-veraergert-ueber-den-Papst.html

50 Joa­chim Kahl: Das Elend des Chris­ten­tums. Rowohlt Taschen­buch, Rein­bek bei Ham­burg 1993, über­ar­bei­te­te und erwei­ter­te Neu­aus­ga­be, 223 S., hier S. 43f. Das Buch wur­de 2014 im Tec­tum Ver­lag in 3. Auf­la­ge neu her­aus­ge­ge­ben, ergänzt durch ein neu­es Vor­wort und ein beach­tens­wer­tes Inter­view mit dem Autor.

Sie­he aber auch Karl­heinz Desch­ner: Aber­mals kräh­te der Hahn – Eine kri­ti­sche Kir­chen­ge­schich­te von den Anfän­gen bis zu Pius XII. Hans E. Gün­ther Ver­lag, Stutt­gart 1968, 727 S., 3. Auf­la­ge, hier S. 442–464.

51 Gerd Lüde­mann: Das Unhei­li­ge in der Hei­li­gen Schrift – Die dunk­le Sei­te der Bibel. Zu Klam­pen Ver­lag, Sprin­ge 2004, 3. Auf­la­ge, 136 S. (Taschen­buch); hier Kap. 3, ins­bes. S. 111–119. Uta Ran­ke-Hei­ne­mann: Nein und Amen – Mein Abschied vom tra­di­tio­nel­len Chris­ten­tum. Hey­ne Ver­lag, Mün­chen 2002, 5., ergänz­te Neu­auf­la­ge, 446 S. (Taschen­buch); hier z. B. Kapi­tel 8, 9 und 13.

52 Wal­ter Laqueur: Gesich­ter des Anti­se­mi­tis­mus – Von den Anfän­gen bis heu­te. Ull­stein Buch­ver­la­ge, Ber­lin 2008, 247 S.

53 Hans Küng: Christ sein. Piper Ver­lag, Mün­chen und Zürich 1983, 11. Auf­la­ge, 676 S., hier S. 160.

54 Dirk Ver­hof­stadt: Pius XII. und die Ver­nich­tung der Juden. Ali­bri Ver­lag, Aschaf­fen­burg 2013, 450 S.

Sie­he auch das Inter­view mit dem Autor beim Huma­nis­ti­schen Pres­se­dienst, 11.07.2013:

»Pius XII. war ein Feig­ling«:
www.hpd.de/node/16379

55 Die­ser Text ist Teil eines Brie­fes, in dem Ade­nau­er sehr deut­li­che Kri­tik an den Bischö­fen und dem Kle­rus übt unter ande­rem wegen ihres Schwei­gens ange­sichts der Ver­bre­chen des Hit­ler-Regimes:
www.konrad-adenauer.de/dokumente/briefe/1946–02-23-brief-custodis

56 Doku­men­tiert z. B. in: Karl­heinz Desch­ner: Aber­mals kräh­te der Hahn, hier S. 461f. (sie­he Anm. 50). Auch in: Ger­hard Czer­mak: Chris­ten gegen Juden. Ham­burg 1997, S. 338–39 oder Joa­chim Kahl: Das Elend des Chris­ten­tums, S. 51 (sie­he Anm. 50). Der Text ist im Inter­net leicht zu fin­den durch wört­li­ches Ein­ge­ben in Anfüh­rungs­zei­chen der ers­ten Wor­te.

57 Mar­tin Sas­se (Hrsg.): Mar­tin Luther über die Juden: Weg mit ihnen! Sturm­hut-Ver­lag, Frei­burg 1938. Das Buch ist nicht mehr erhält­lich, allen­falls in Uni­ver­si­täts­bi­blio­the­ken ein­seh­bar. Zur Zeit einer frü­he­ren Auf­la­ge des vor­lie­gen­den Buches waren über das Inter­net Titel­blatt und Vor­wort als Kopie des Ori­gi­nals zugäng­lich.

58 Epikur63: Die Kir­chen und der Natio­nal­so­zia­lis­mus:
freierblick.wordpress.com/2012/06/17/die-kirchen-und-der-Nationalsozialismus/

Wolf­gang Klos­ter­hal­fen: Mor­den mit Gott – Hit­ler­ver­eh­rung und Kriegs­het­ze von deut­schen Kir­chen­füh­rern: www.reimbibel.de/Kirche-im-Dritten-Reich.htm

59 Der Text die­ses von Papst Johan­nes XXIII. den Juden gewid­me­ten Gebets steht auf einer Schrift­ta­fel in der Wer­ner-Kapel­le in Bacha­rach. Im Inter­net zu fin­den z. B. unter den Adres­sen:
de.wikipedia.org/wiki/Wernerkapelle_(Bacharach)
www.bacharach.mittelrhein.net/rhein/wernerkapelle/index.html

60 Ber­li­ner Mor­gen­post: Vie­le Juden in Deutsch­land erle­ben Vor­ur­tei­le und Het­ze. Von Neo­na­zis, radi­ka­len Mus­li­men – aber auch aus der Mit­te der Gesell­schaft, 28.11.2017:
www.morgenpost.de/politik/article212670869/Du-Jude-So-waechst-der-Antisemitismus-in-Deutschland.html

Frank­fur­ter Neue Pres­se: Ver­fas­sungs­schutz warnt vor zuneh­men­der Juden­feind­lich­keit von Migran­ten in Deutsch­land, 15.11.2017:
www.fnp.de/nachrichten/politik/Verfassungsschutz-warnt-vor-zunehmender-Judenfeindlichkeit-von-Migranten-in-Deutschland;art673,2825139

BR24: Anfein­dun­gen gegen Juden — Anti­se­mi­tis­mus zuneh­mend von mus­li­mi­scher Sei­te, 31.01.2017:
www.br.de/nachrichten/anfeindungen-gegen-juden-antisemitismus-zunehmend-von-muslimischer-seite-100.html

Zeit­schrift Cice­ro: Mus­li­mi­scher Anti­se­mi­tis­mus – „Es gibt ein gro­ßes Gewalt­po­ten­zi­al“, 27.12.2017:
www.cicero.de/kultur/antisemitismus-muslime-israel-palaestina-antiozionismus-judenhass

Die Welt: Zahl der anti­se­mi­ti­schen Delik­te in Deutsch­land steigt:
www.welt.de/politik/deutschland/article168436745/Zahl-der-antisemitischen-Delikte-in-Deutschland-steigt.html

Ber­li­ner Tages­spie­gel: Wie gefähr­lich sind die mus­li­mi­schen Anti­se­mi­ten? 11.12.2017:
www.tagesspiegel.de/politik/proteste-gegen-israel-in-berlin-wie-gefaehrlich-sind-die-muslimischen-antisemiten/20697882.html

61 Auf die­se Fäl­schung macht Wer­ner Kubitza in sei­nem Buch »Der Jesus­wahn« (sie­he Anm. 11) auf­merk­sam. Er wie­der­um ver­weist auf Karl­heinz Desch­ner, der dies bemerk­te. Den ursprüng­li­chen Luther-Text kann man z. B. auch im Spie­gel-Pro­jekt Guten­berg nach­le­sen (Samu­el 2, Kap. 12, Vers 31): gutenberg.spiegel.de/buch/5560/10

62 Es lohnt sich, unter den kenn­zeich­nen­den Begrif­fen im Inter­net zu recher­chie­ren. Auch wenn selbst­ver­ständ­lich Inter­net-Infor­ma­ti­ons­quel­len bezüg­lich Ver­läss­lich­keit bzw. Wahr­heits­ge­halt mit Vor­sicht zu betrach­ten sind, gilt den­noch, dass sie min­des­tens inter­es­san­te Aspek­te anspre­chen, die man selbst wei­ter ver­fol­gen und veri­fi­zie­ren kann. In vie­len Fäl­len stößt man dann auf Ori­gi­nal­quel­len und Ori­gi­nal­zeug­nis­se, die von seriö­sen wis­sen­schaft­li­chen Insti­tu­tio­nen ins Netz gestellt wer­den. Schließ­lich ist auf einen unschätz­ba­ren Vor­teil des Inter­nets zu ver­wei­sen: Das Inter­net unter­steht – anders als Rund­funk und Fern­se­hen – nicht der Mit­kon­trol­le der Kir­che oder ihr treu Erge­be­ner. Trotz­dem ist auch hier Vor­sicht gebo­ten, so ist z. B. das Inter­net-Lexi­kon Wiki­pe­dia nicht frei von »Rei­ni­gungs­ver­su­chen« fun­da­men­ta­lis­tisch ein­ge­stell­ter Chris­ten.

Wer einen Über­blick bekom­men möch­te, wie die Kir­che zu ihrem Reich­tum gekom­men ist und über wel­chen Reich­tum sie ver­fügt, rufe fol­gen­de Inter­net­sei­te auf:
www.freie-christen.com/reichtum_der_kirche_ist_blutgeld.html

Selbst wenn so man­ches in die­ser Auf­stel­lung unge­nau oder gar falsch sein mag, schließ­lich sind vie­le dies­be­züg­li­che Unter­la­gen schwer oder gar nicht mehr zugäng­lich. An der Grund­aus­sa­ge, dass die Kir­che über die Jahr­hun­der­te sich auf unred­li­che bis kri­mi­nel­le Art an Hab und Gut ande­rer Men­schen berei­chert hat, dar­an kann kein Zwei­fel bestehen.

63 Sie­he Anmer­kung 40!

64 Katho­li­sche Kir­che und Miss­brauch: Kein Ende in Sicht. War­um es der katho­li­schen Kir­che so schwer­fällt, Miss­brauch ein­zu­ge­ste­hen. Süd­deut­sche Zei­tung Pan­ora­ma, 25.07.2017:
www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-warum-es-der-katholischen-kirche-so-schwerfaellt-missbrauch-einzugestehen-1.3593107

Chro­nik der Miss­brauchs­skan­da­le in der Katho­li­schen Kir­che. Spie­gel Online, 26.01.2015:
www.spiegel.de/panorama/chronik-der-missbrauchsskandal-in-der-katholischen-kirche-a-1012711.html

Stu­die zu sexu­el­lem Miss­brauch – Erschre­cken­de Ana­ly­se der katho­li­schen Kir­che offen­bart einen Blick in den Abgrund. Focus 27.06.2016:
www.focus.de/wissen/videos/studie-zu-sexuellem-missbrauch-erschreckende-analyse-der-katholischen-kirche-offenbart-einen-blick-in-den-abgrund_id_5672257.html

Kir­che ver­schanzt sich hin­ter Ver­jäh­rung. Huma­nis­ti­scher Pres­se­dienst, 07.07.2010:
www.hpd.de/node/9871

Sexu­al­the­ra­peut im Inter­view “Die katho­li­sche Kir­che zieht Pädo­phi­le an”. Stern, 10.02.2010:
www.stern.de/panorama/stern-crime/sexualtherapeut-im-interview–die-katholische-kirche-zieht-paedophile-an–3893270.html

65 Sie­he z. B. die Auto­bio­gra­phie des Theo­lo­gen David Ber­ger, Anm. 19!

66 Fried­rich Wil­helm Graf: Reli­gi­on und Gewalt – Mord als Got­tes­dienst. Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung, 07.08.2014:
www.faz.net/aktuell/feuilleton/religion-und-gewalt-mord-als-gottesdienst-13084596.html

67 Zitiert nach Wal­ter Kauf­mann: Der Glau­be eines Ket­zers (sie­he Anm. 32), S. 89.

68 »Unbe­fleck­te Emp­fäng­nis« und »Jung­frau­en­geburt« sind für mich bizar­re Bei­spie­le für theo­lo­gi­sche Kon­struk­tio­nen. Nach­fol­gend zwecks nähe­rer Erläu­te­rung wört­li­che Aus­zü­ge aus Wiki­pe­dia und Kath­pe­dia.

Wiki­pe­dia: Die »Unbe­fleck­te Emp­fäng­nis« ist ein römisch-katho­li­sches Glau­bens­dog­ma, nach der die Got­tes­mut­ter Maria vor jedem Makel der Erb­sün­de bewahrt wur­de. Damit habe Gott Maria vom ers­ten Augen­blick ihres Lebens an vor der Sün­de bewahrt, weil sie Mut­ter Got­tes wer­den soll­te. Die­ses Dog­ma ist von der Jung­frau­en­geburt zu unter­schei­den. Es bezieht sich nicht auf die Emp­fäng­nis Jesu, son­dern auf die sei­ner Mut­ter Maria, die auf natür­li­che Wei­se von ihren Eltern Anna und Joa­chim gezeugt, emp­fan­gen und gebo­ren wur­de. Es sagt nichts aus über das Tun ihrer Eltern, son­dern über ein Han­deln Got­tes an Maria, und macht kei­ne mora­li­sche Aus­sa­ge, son­dern eine Glau­bens­aus­sa­ge. … Die »Jung­frau­en­geburt« Jesu Chris­ti gehört seit dem 2. Jahr­hun­dert zum Apos­to­li­schen Glau­bens­be­kennt­nis, »… emp­fan­gen durch den Hei­li­gen Geist, gebo­ren von der Jung­frau Maria …«. Die evan­ge­li­schen Kir­chen betrach­ten die­se Leh­re als unwe­sent­lich für den christ­li­chen Glau­ben oder leh­nen sie als unbi­blisch ab. Die Human­bio­lo­gie schließt eine Zeu­gung ohne männ­li­ches Sper­ma (Par­tho­ge­ne­se) beim Men­schen aus.

Kath­pe­dia: Das Frei­sein von der Erb­sün­de war für Maria ein unver­dien­tes Geschenk Got­tes und ein Aus­nah­me­ge­setz, das nur ihr gewährt wur­de. Die Wir­k­ur­sa­che der »Unbe­fleck­ten Emp­fäng­nis« Mari­ens ist der all­mäch­ti­ge Gott. … Die »Unbe­fleck­te Emp­fäng­nis« ist ein Dog­ma. Papst Pius IX. ver­kün­de­te am 8. Dezem­ber 1854 als von Gott geof­fen­bar­te und dar­um von allen Gläu­bi­gen fest und stand­haft zu glau­ben­de Leh­re: »Die seligs­te Jung­frau Maria wur­de im ers­ten Augen­blick ihrer Emp­fäng­nis durch ein ein­zig­ar­ti­ges Gna­den­ge­schenk und Vor­recht des all­mäch­ti­gen Got­tes im Hin­blick auf die Ver­diens­te Chris­ti Jesu, des Erlö­sers des Men­schen­ge­schlech­tes, rein von jedem Makel der Erb­schuld bewahrt.«

69 Joseph Ratz­in­ger: Ein­füh­rung in das Chris­ten­tum. Kösel Ver­lag, Mün­chen 2005, 5. Auf­la­ge, 366 S., hier S. 255ff.

70 Fried­rich Chris­ti­an Deli­us: Ihre Refor­ma­ti­on haben Sie ver­geigt, Herr Luther. Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung, 29.10.2016:
plus.faz.net/feuilleton/2016–10-29/9fobxxjz0w6gpph6a0gj70v/?gepc=s3 oder auf den Inter­net-Sei­ten des Autors:
www.fcdelius.de/widerreden/ihre_reformation_haben_sie_vergeigt.html

Die Argu­men­ta­ti­on ist aus­führ­li­cher dar­ge­stellt in dem Taschen­buch

Fried­rich Chris­ti­an Deli­us: War­um Luther die Refor­ma­ti­on ver­sem­melt hat – Eine Streit­schrift. Rowohlt Taschen­buch Ver­lag Rein­bek bei Ham­burg, 2017, 63 S. (Anmer­kung: Man stö­re sich nicht an dem humor­voll-iro­ni­schen Ton, den der Autor in einem fik­ti­ven Inter­view mit Luther bis­wei­len anschlägt. Die eigent­li­che Beweis­füh­rung erfolgt ernst­haft und streng sach­lich.)

Zu Hin­ter­grund und moder­ner Deu­tun­gen der Erb­sün­de durch die heu­ti­ge Theo­lo­gie sie­he auch:

Heinz-Wer­ner Kubitza: Der Dog­men­wahn – Schein­pro­ble­me der Theo­lo­gie. (Sie­he Anm. 27). Hier S. 271ff.

71 Kurt Flasch: War­um ich kein Christ bin. Sie­he Anmer­kung 10! Hier S. 197f.

Eine Rezen­si­on die­ses Buches von mir hier:
www.amazon.de/gp/customer-reviews/R16BURCUCDQ5QG/ref=cm_cr_arp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=3406673481

72 Eini­ge Erläu­te­run­gen zu den Auf­fas­sun­gen Augus­ti­nus‘ zur Höl­le und zur Vor­höl­le z. B. bei Wiki­pe­dia:
de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo sowie
de.wikipedia.org/wiki/Limbus_(Theologie)

Zu den Höl­len­vor­stel­lun­gen in den ver­schie­de­nen Reli­gio­nen sie­he bei Wiki­pe­dia unter dem Stich­wort »Höl­le«!

73 Uta Ran­ke-Hei­ne­mann: Nein und Amen – Mein Abschied vom tra­di­tio­nel­len Chris­ten­tum. Hey­ne Ver­lag, Mün­chen 2002, 5., erg. Neu­aufl., 446 S., hier S. 343 und S. 336.

74 Kate­chis­mus der kathol. Kir­che, 1993, Tex­te 1033 und 1035, S. 295. Sie­he Anm. 6!

75 Kate­chis­mus der kathol. Kir­che, 1993, Tex­te 643, S. 198, und 660, S. 203. Sie­he Anm. 6!

76 Gerd Lüde­mann in einem län­ge­ren Inter­view in der Zei­tung »Neu­es Deutsch­land« am 30.03.2013. »Am Anfang war die Visi­on, kei­ne erweck­te Lei­che«. Sie­he:
www.neues-deutschland.de/artikel/817251.am-anfang-war-die-vision-keine-erweckte-leiche.html

77 Mehr dazu z. B. bei Karl­heinz Desch­ner: Aber­mals kräh­te der Hahn. Gün­ther Ver­lag Stutt­gart, 1968, 3. Aufl., 727 S. Hier S. 106f.

Heinz-Wer­ner Kubitza: Der Jesus­wahn. Tec­tum Ver­lag Mar­burg, 2011, 382 S. Hier beson­ders S. 180f.

Sie­he auch »Schein­tod am Kreuz«. »Der Spie­gel«, 13/2013:
www.spiegel.de/spiegel/print/d-91675524.html

Wie schon im 18. Jahr­hun­dert allein mit den Mit­teln der Logik der Ham­bur­ger Gym­na­si­al­pro­fes­sor Her­mann Samu­el Rei­ma­rus die Auf­er­ste­hungs­ge­schich­te als in sich völ­lig wider­sprüch­lich und unglaub­haft ent­larv­te, ist in dem fol­gen­den kur­zen Bei­trag, erschie­nen im Huma­nis­ti­schen Pres­se­dienst, nach­zu­le­sen:
www.hpd.de/artikel/aechz-14312

78 Sie­he Spie­gel-Online »Unter Gott­lo­sen«, 05.06.2012:
www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/atheisten-gottlose-fordern-moral-monopol-der-kirche-heraus-a-835692.html

Bedeu­tung von Reli­gi­on in Deutsch­land 2017, 2015 ‚2012, 2011, 2008. FOWID, 19.06.2017:
fowid.de/meldung/bedeutung-religion-deutschland-2017–2015-2012–2011-2008

79 Jür­gen Hen­kel: »Ist Jesus nicht auf­er­stan­den, ist unse­re Pre­digt ver­geb­lich«. evangelisch.de, 31.03.2013:
www.evangelisch.de/inhalte/80557/31–03-2013/ist-jesus-nicht-auferstanden-ist-unsere-predigt-vergeblich

80 Kate­chis­mus der katho­li­schen Kir­che, 1993, Tex­te 1992, S. 515, und 964, S. 278. Sie­he Anm. 6!

81 Zitiert nach Uta Ran­ke-Hei­ne­mann: Nein und Amen – Mein Abschied vom tra­di­tio­nel­len Chris­ten­tum, S. 376. Sie­he Anm. 73!

82 Kate­chis­mus der Katho­li­schen Kir­che, 1993; sie­he Anm. 6. Der Wort­laut die­ses Kurz­tex­tes ist in der Aus­ga­be 2005 völ­lig ver­än­dert wor­den. Die Auf­fas­sung der katho­li­schen Kir­che, dass die Todes­stra­fe unter bestimm­ten Bedin­gun­gen zuläs­sig sei, wird jetzt in Kurz­text 2267 behan­delt.

83 Hart­wig Weber: Lexi­kon Reli­gi­on, Rowohlt Taschen­buch, Rein­bek bei Ham­burg 2001. Text an die­ser Stel­le modi­fi­ziert dem Stich­wort Abend­mahl ent­nom­men.

84 Sie­he z. B. Karl­heinz Desch­ner: Aber­mals kräh­te der Hahn (s. Anm. 28), hier S. 75f.
Heinz-Wer­ner Kubitza: Der Jesus­wahn (s. Anm. 77), hier S. 239f.

Chris­ten­tum: Alles nur geklaut. der Frei­tag – Das Mei­nungs­me­di­um (Josef Aug­stein), 04.04.2010:
www.freitag.de/autoren/hermanitou/christentum-alles-nur-geklaut

Wiki­pe­dia wid­met der The­ma­tik meh­re­re Arti­kel.

85 Uta Ran­ke-Hei­ne­mann, S. 384. Sie­he Anm. 7!

86 Karl-Heinz Kohl: Das unbe­kann­te Chris­ten­tum. Bei­trag in der »Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung« vom 14.08.2007, S. 7.
www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart-1/glaube-religion-kirche-das-unbekannte-christentum-1459209.html

Kohl ist Eth­no­lo­ge an der Uni­ver­si­tät Frank­furt. Das Zitat von Por­phy­ri­us ist aus Adolf von Har­nack: Die Mis­si­on und Aus­brei­tung des Chris­ten­tums in den ers­ten drei Jahr­hun­der­ten, 4. Auf­la­ge, 1924, S. 248, dort Anm. 1. (Anga­ben nach einer per­sön­li­chen Mit­tei­lung des Autors K.-H. Kohl.)

87 Nor­bert Copray (Hrsg.): Bau­stel­le Chris­ten­tum – Glau­be und Theo­lo­gie auf dem Prüf­stand. Mat­thi­as-Grü­ne­wald-Ver­lag, Ober­ur­sel 2009, 221 S.

Klaus-Peter Jörns: Not­wen­di­ge Abschie­de – Auf dem Weg zu einem glaub­wür­di­gen Chris­ten­tum. Güters­lo­her Ver­lags­haus, 2004, 5. Auf­la­ge, 412 S.

88 Joseph Ratz­in­ger: Jesus von Naza­reth – Vom Ein­zug in Jeru­sa­lem bis zur Auf­er­ste­hung, Band II. Her­der Ver­lag, 2011, 368 S.

89 Man beach­te die zwei­fa­che Bedeu­tung des Wor­tes Apo­ka­lyp­se, nach Duden Fremd­wör­ter­buch:
1. Schrift in der Form einer Abschieds­re­de, eines Tes­ta­ments o. Ä., die sich mit dem kom­men­den (schreck­li­chen) Wel­ten­en­de befasst (z. B. die Offen­ba­rung des Johan­nes im Neu­en Tes­ta­ment).
2. Unter­gang, Grau­en, Unheil.

90 Micha­el Schmidt-Salo­mon in einem Inter­view zu sei­nem Roman “Stoll­bergs Infer­no”:
www.humanist.de/kultur/literatur/religion/salomon.html

91 Hier sei erin­nert an die Bücher von Kahl, u.a. an den Welt­best­stel­ler »Das Elend des Chris­ten­tums« (1968), das 2014 wie­der auf­ge­legt wur­de und Ran­ke-Hei­ne­mann »Nein und Amen – Mein Abschied vom tra­di­tio­nel­len Chris­ten­tum«. Von den Büchern von Lüde­mann sei ver­wie­sen auf »Der gro­ße Betrug« und »Der ech­te Jesus«; von Flasch auf »War­um ich kein Christ bin«. Zu den Büchern von Lüde­mann und Flasch sie­he auch mei­ne Rezen­sio­nen beim Buch­ver­sen­der Ama­zon. Sehr emp­foh­len sei die erst in den letz­ten Jah­ren erschie­ne­ne Tri­lo­gie von Heinz-Wer­ner Kubitza: »Der Jesus­wahn«, »Der Dog­men­wahn« und »Der Glau­bens­wahn«; sie­he dazu die Rezen­sio­nen beim Buch­ver­sen­der Ama­zon.

Der Phi­lo­soph Her­bert Schnä­del­bach, Hum­boldt-Uni­ver­si­tät Ber­lin, erreg­te einst gro­ßes Auf­se­hen durch sei­nen Auf­satz »Der Fluch des Chris­ten­tums – Die sie­ben Geburts­feh­ler einer alt gewor­de­nen Welt­re­li­gi­on. Eine kul­tu­rel­le Bilanz nach zwei­tau­send Jah­ren«:
www.zeit.de/2000/20/200020.christentum_.xml

(Um den Arti­kel kos­ten­los lesen zu kön­nen, bedarf es einer schnell erle­dig­ten Regis­trie­rung durch Ein­ga­be der eige­nen E-Mail-Adres­se und eines zu wäh­len­den Pass­wor­tes.)

Phil Zucker­man, Luke W. Galen, Frank L. Pas­qua­le: „The Non­re­li­gious. Under­stan­ding secu­lar poep­le and socie­ties.“ New York: Oxford Uni­ver­si­ty Press, 2016, 327 Sei­ten. ISBN: 978–0-19–992494-3.

Was wis­sen wir über säku­la­re Men­schen? Das Buch „The Non­re­li­gious“ von Phil Zucker­mann, Luke W. Galen und Frank L. Pas­qua­le setzt einen Mei­len­stein in der Dar­stel­lung der The­men, Pro­ble­me und Ergeb­nis­se der For­schun­gen über säku­la­re Men­schen und Kul­tu­ren. Das Buch behan­delt ein bis­her ver­nach­läs­sig­tes For­schungs­ge­biet, das Anwach­sen der Antei­le von Nicht-Reli­giö­sen in der Welt – so Cars­ten Frerk in einer aus­führ­li­chen inhalt­li­chen Bespre­chung die­ses Buches. fowid, 10.01.2017:
www.fowid.de/meldung/was-wissen-wir-ueber-saekulare-menschen

92 Von der Exis­tenz von Engeln als per­so­na­le und unsterb­li­che geis­ti­ge Wesen und ihrer Funk­ti­on im Him­mel und auf Erden ist z. B. im katho­li­schen Kate­chis­mus (1993 und 2005) an vie­len Stel­len die Rede. Sie­he z. B. Kurz­tex­te 350–351, S. 121, oder Kurz­tex­te 328–330, S. 116f. Sie­he Anm. 6!

93 Was vom Men­schen bleibt. Der Spie­gel, 15/2007, Titel­ge­schich­te, 07.04.2007:
www.spiegel.de/spiegel/print/d-51132266.html

94 Die Zeit­schrift »dies­seits« des »Huma­nis­ti­schen Ver­band Deutsch­lands« stell­te ihr Heft 1, 2012 unter das Mot­to »Gehört Spi­ri­tua­li­tät zum Men­schen?«. Fer­ner sei auf vier Tex­te von Joa­chim Kahl ver­wie­sen, erreich­bar über sei­nen Inter­net­auf­tritt. In der Rubrik »Tex­te« fin­den sich Bei­trä­ge, die sich mit dem The­ma Spi­ri­tua­li­tät befas­sen:
www.kahl-marburg.privat.t-online.de.

95 Ger­hard Szc­zes­ny: Die Zukunft des Unglau­bens, 1958/59 (sie­he Anm. 1), S. 149.

96 Dalai-Lama: Die Welt in einem ein­zi­gen Atom – Mei­ne Rei­se durch Wis­sen­schaft und Bud­dhis­mus. The­seus Ver­lag, Ber­lin 2005, 240 S., hier S. 9.

97 Rede von Papst Bene­dikt XVI. an der Uni­ver­si­tät Regens­burg, gehal­ten am 12.09.2006 anläss­lich sei­nes Besu­ches in Bay­ern. Abruf­bar von den Sei­ten www.vatican.va unter Ein­ga­be der Stich­wor­te »Glau­be Ver­nunft Regens­burg 2006« in das auf­zu­ru­fen­de Such­feld. Hier der direk­te Link:
w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/speeches/2006/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20060912_university-regensburg.html

Eine i. d. Z. sehr erhel­len­de Aus­ein­an­der­set­zung lie­fert Hans Albert in sei­nem Buch: Joseph Ratz­in­gers Ret­tung des Chris­ten­tums – Beschrän­kun­gen des Ver­nunft­ge­brauchs im Diens­te des Glau­bens. Ali­bri Ver­lag, Aschaf­fen­burg 2008, 126 S.

98 Der for­ma­le Grund der Nicht­un­ter­zeich­nung der Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on durch den Vati­kan ist, dass der Vati­kan nicht Mit­glied des Euro­pa­rats ist. Die Fra­ge ist, war­um er nicht Mit­glied ist. Erfüllt er nicht die Merk­ma­le eines demo­kra­ti­schen Staa­tes?

99 Daten zusam­men­ge­stellt aus den Schrif­ten:

Klaus-Peter Jörns: Die neu­en Gesich­ter Got­tes – Was die Men­schen heu­te wirk­lich glau­ben. 2. Auf­la­ge, Beck Ver­lag, Mün­chen 1999, 267 S., hier vor allem S. 234–263, und Albrecht Rade­ma­cher und Klaus-Peter Jörns: Ant­wor­ten von Pfar­re­rin­nen und Pfar­rern der Evan­ge­li­schen Kir­che in Ber­lin-Bran­den­burg sowie von Ber­li­ner Theo­lo­gie­stu­den­ten.

Klaus-Peter Jörns und Cars­ten Gro­ße­holz (Hrsg.): Was die Men­schen wirk­lich glau­ben – Die sozia­le Gestalt des Glau­bens – Ana­ly­sen einer Umfra­ge. Chr. Kai­ser Güters­loher Ver­lags­haus, Güters­loh 1998, hier S. 195–257 und 287–332.

100 Uwe Schmidt: Wider­stand gegen die Zumu­tun­gen des Glau­bens – Ein Gemein­de­pfar­rer und sei­ne ganz per­sön­li­che Kir­chen­ge­schich­te. Teia Ver­lag, Ber­lin 2010, 177 S. 
www.amazon.de/Widerstand-gegen-die-Zumutungen-Glaubens/dp/3942151480/ref=cm_cr_srp_d_product_top?ie=UTF8

Sie­he auch mei­ne Rezen­si­on zu die­sem Buch:
www.amazon.de/product-reviews/3942151480/ref=acr_dpproductdetail_hist_5?ie=UTF8&filterByStar=five_star&showViewpoints=0

Rein­hold Mil­ler: »Gott ein Geschöpf des Men­schen – Mein Weg vom tra­di­tio­nel­len Glau­ben zur Wirk­lich­keit ohne Gott«, Olms Ver­lag, Hil­des­heim 2011, 296 S., 2. Aufl.
www.amazon.de/Gott-Gesch%C3%B6pf-Menschen-traditionellen-Lebensberichte/dp/3487084805

101 Bedeu­tung von Reli­gi­on in Deutsch­land 2017, 2015, 2012, 2011, 2008. FOWID-Stu­die vom 19.06.2017:
www.fowid.de/meldung/bedeutung-religion-deutschland-2017–2015-2012–2011-2008

EKD-Stu­die – Deut­sche ver­lie­ren ihren Glau­ben an Gott. Die Welt, 06.03.2014:
www.welt.de/politik/deutschland/article125486308/Deutsche-verlieren-ihren-Glauben-an-Gott.html

102 Jugend und Reli­gi­on – Ergeb­nis­se der 17. Shell Jugend­stu­die. Huma­nis­ti­scher Pres­se­dienst, 15.06.2016:
www.hpd.de/artikel/ergebnisse-17-shell-jugendstudie-13207

Shell Deutsch­land (Hrsg.): Jugend 2015 – Eine prag­ma­ti­sche Genera­ti­on im Auf­bruch. S. Fischer Ver­lag, Frank­furt a. M. 2015, 447 S.
17. Shell Jugend­stu­die Jugend 2015. Zusam­men­fas­sung, hier S. 30
www.shell.de/ueber-uns/die-shell-jugendstudie/multimediale-inhalte/_jcr_content/par/expandablelist_643445253/expandablesection_1535413918.stream/1456210063290/ace911f9c64611b0778463195dcc5daaa039202e320fae9cea34279238333aa4/shell-jugendstudie-2015-zusammenfassung-de.pdf

103 Drei Vier­tel der Ber­li­ne­rIn­nen mit huma­nis­ti­scher Lebens­auf­fas­sung. Huma­nis­ti­scher Pres­se­dienst, 07.06.2016:
www.hpd.de/artikel/drei-viertel-berlinerinnen-humanistischer-lebensauffassung-13171

104 Der Huma­nis­ti­sche Pres­se­dienst berich­te­te am 19.12.2007 von einer Stu­die über 328 im Inter­net ver­öf­fent­lich­te Pre­dig­ten. Danach bil­de­ten in 75 % der Fäl­le nur 5 der 66 Bücher der Bibel die Grund­la­ge der Pre­dig­ten. Allen vor­an das Lukas-Evan­ge­li­um, dann folg­ten die drei übri­gen Evan­ge­lis­ten und schließ­lich noch das 1. Buch Mose (Gene­sis), aus dem aber nur aus 10 der ins­ge­samt 50 Kapi­tel zitiert wird. – Es ist erstaun­lich, wie wenig offen­bar das »Buch der Bücher« geis­ti­ge bzw. geist­li­che Anre­gung lie­fert! Bericht über die Stu­die unter:
www.hpd.de/node/3490

105 Dick Swab, Pro­fes­sor für Neu­ro­bio­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Ams­ter­dam und einer der füh­ren­den inter­na­tio­na­len Hirn­for­scher, erklärt in sei­nem Buch »Wir sind unser Gehirn – Wie wir den­ken, lei­den und lie­ben«, Knaur Taschen­buch, 2013, hier S. 367, wie das sog. Damas­kus-Erleb­nis des Pau­lus ver­mut­lich zu ver­ste­hen ist. Er bezieht sich dabei auch auf die bibli­schen Beschrei­bun­gen der eksta­ti­schen Erfah­run­gen des Pau­lus in der Apos­tel­ge­schich­te 9,3–9 und im 1. Korin­ther­brief 2,1–9.

Blick ins Gehirn bei Hal­lu­zi­na­tio­nen. www.scinexx.de Wis­sen­schafts­ma­ga­zin, 14.08.2017:
www.scinexx.de/wissen-aktuell-21765–2017-08–14.html

Gott sitzt im Gehirn. gottunddiewelt.net, 07.12.2015. (Mit wei­te­ren Ver­wei­sen):
www.gottunddiewelt.net/2015/12/07/gott-sitzt-im-gehirn/

106 Aus­führ­li­cher behan­de­le ich die­se The­ma­tik in dem Bei­trag »Christ­li­che Wer­te – Sind sie ›christ­lich‹ und was sind sie ›wert‹«, in »frei­den­ker – Zeit­schrift für Frei­den­ker, Huma­nis­ten und Athe­is­ten« (Öster­reich), 2014, Heft 1. Der Text ist auch online zugäng­lich:
www.warum-ich-kein-christ-sein-will.de/aktuelles/

Sie­he auch: Wer­te­ori­en­tie­rung jun­ger Euro­pä­er 2017. fowid, 08.05.2017. In der Befra­gung von 16- bis 26-Jäh­ri­gen in sie­ben Län­dern Euro­pas wur­de u. a. die Wich­tig­keit von per­sön­li­chen bzw. gesell­schaft­li­chen Wer­ten ermit­telt. Die eige­ne Fami­lie (80 %) und Freun­de (70 %) sind die Spit­zen­wer­te. Die Reli­gi­on wird zwei­mal auf dem unters­ten Rang­platz ein­ge­stuft, ein­mal auf Rang 13 von 15:
www.fowid.de/meldung/werteorientierung-junger-europaeer-2017

107 Die Autoren Bug­g­le, Desch­ner, Lüde­mann, Myna­rek oder Schmidt-Salo­mon berich­ten in ihren Schrif­ten von mas­si­ven Ein­grif­fen in die Mei­nungs­frei­heit sei­tens der Ver­ant­wort­li­chen im deut­schen Fern­se­hen. So wer­den Bei­spie­le beschrie­ben, wo wie­der­holt zuge­sag­te Fern­seh­auf­trit­te im aller­letz­ten Moment unter faden­schei­ni­gen Begrün­dun­gen abge­sagt wer­den, hohe Kir­chen­ver­tre­ter es ableh­nen, mit kir­chen­kri­ti­schen Teil­neh­mern zusam­men in Talk­shows auf­zu­tre­ten (mit der Fol­ge natür­lich, dass Letz­te­re aus­ge­la­den wur­den!), bereits fer­tig­ge­stell­te kir­chen­kri­ti­sche Sen­dun­gen auf Druck des lei­ten­den Redak­teurs (der ganz offen­bar sei­ne Wei­sun­gen wie­der­um von ihm über­ge­ord­ne­ter Stel­le emp­fing!) wie­der aus dem vor­ge­se­he­nen Pro­gramm genom­men wur­den, mas­si­ver Druck von bischöf­li­cher Sei­te auf Ver­la­ge aus­ge­übt wird, Bücher bestimm­ter Autoren bzw. Inhal­te nicht zu ver­le­gen. Es mag sein, dass sich in letz­ter Zeit das Ver­hal­ten der Ver­ant­wort­li­chen etwas gelo­ckert hat. Mög­li­cher­wei­se bedient man sich aber nur raf­fi­nier­te­rer Metho­den, z. B. in Form der höchst ein­sei­ti­gen Zusam­men­set­zung einer Talk­show oder durch Vor­ga­ben an den Mode­ra­tor, bestimm­te The­men zu mei­den oder bestimm­te Mei­nun­gen »abzu­wür­gen«.

Hohe fach­li­che Kom­pe­tenz ist oft gepaart mit dem Mut, eine eige­ne, vom »main­stream« abwei­chen­de Mei­nung zu äußern. Ich gebe die Hoff­nung nicht auf, dass die Anzahl sol­cher Köp­fe auch in den Redak­tio­nen der staat­li­chen und pri­va­ten Sen­der zunimmt.

Auf wel­che gera­de­zu per­fi­de Art und Wei­se gro­ße und füh­ren­de west­deut­sche Zei­tun­gen wie »Süd­deut­sche Zei­tung«, »Die Zeit«, »Der Spie­gel« u. a., die Kir­chen sowie­so, damals das Buch von Karl­heinz Desch­ner »Aber­mals kräh­te der Hahn« bei des­sen Erschei­nen 1962 tot­schwie­gen, ver­leum­de­ten oder des­sen Inhalt ver­dreh­ten, kann man in sei­nem Vor­wort zur zwei­ten und drit­ten Auf­la­ge nach­le­sen.

108 Titel­schlag­zei­le der Ber­li­ner Tages­zei­tung »die tages­zei­tung« (taz) vom 19.08.2005.

109 Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­kei­ten in Deutsch­land 2016. FOWID, 04.09.2017:
www.fowid.de/meldung/religionszugehoerigkeiten-deutschland-2016

110 Kir­chen­aus­trit­te:

  Jahr Evan­gel. Kir­che Kathol. Kir­che Gesamt­zahl
  2010 145.240 181.193 326.433
  2011 141.497 126488 267985
  2012 138.195 118.335 256.530
  2013 176.551 178.805 355.356
  2014 270.003 217.716 487.719
  2015 211.264 181.925 393.189
  2016 190.000 162.093 352.093

Quel­le: www.fowid.de/meldung/kirchenaustritte-evangelische-und-katholische-kirche

Aus­wir­kun­gen des Skan­dals um Tebartz-van Elst – Kir­chen­aus­trit­te dras­tisch gestie­gen. Süd­deut­sche Zei­tung, 07.11.2013:
www.sueddeutsche.de/panorama/auswirkungen-des-skandals-um-tebartz-van-elst-kirchenaustritte-drastisch-gestiegen-1.1812459

Tebartz-van Elst, 2008–2014 katho­li­scher Bischof von Lim­burg. Ist sei­ner­zeit durch sei­ne Ver­schwen­dungs­sucht auf­ge­fal­len, die ihn schließ­lich das Amt kos­te­te.

111 Vier­te EKD-Erhe­bung. Die Infor­ma­tio­nen über die Ergeb­nis­se waren frü­her abruf­bar unter:
www.ekkw.de/angebote/img/img_eigene/ge_Kirche_Kultur.pdf.

Die Adres­se ist nicht mehr gül­tig. Die fol­gen­de aktu­el­le EKD-eige­ne Sei­te www.ekd.de/kmu_4_ekd.html ver­spricht zwar eine PDF-Datei, die aber eben­falls nicht mehr auf­ruf­bar ist. Über Goog­le sind kei­ne offi­zi­el­len Ergeb­nis­be­rich­te mehr nach­weis­bar. Ledig­lich eine Buch­ver­öf­fent­li­chung gibt einen aus­führ­li­chen Bericht:

Kir­che in der Viel­falt der Lebens­be­zü­ge: Die vier­te EKD-Erhe­bung über Kir­chen­mit­glied­schaft, her­aus­ge­ge­ben von Peter Stein­acker,‎ Wolf­gang Huber,‎ Johan­nes Fried­rich:
www.amazon.de/Kirche-Vielfalt-Lebensbez%C3%BCge-EKD-Erhebung-Kirchenmitgliedschaft/dp/3579055275

112 Fünf­te EKD-Erhe­bung. Enga­ge­ment und Indif­fe­renz. Kir­chen­mit­glied­schaft als sozia­le Pra­xis.

aktuell.evangelisch.de: Ero­si­on der Tra­di­ti­on: Die Kir­che und ihre Mit­glie­der:
www.evangelisch.de/inhalte/92922/06–03-2014/erosion-der-tradition-die-kirche-und-ihre-mitglieder
www.evangelisch.de/themen/kirchenmitgliedschaftsuntersuchung

113 Ber­lin hat etwa 3,4 Mio. Ein­woh­ner, davon waren laut einer EMNID-Umfra­ge Anfang 2016 ca. 9 % katho­lisch, 21 % evan­ge­lisch, 61 % kon­fes­si­ons­frei. Laut einer Mel­dung des Ber­li­ner Tages­spie­gels vom 05.01.2018 mit Bezug auf eine Senats­mit­tei­lung beträgt der Anteil der evan­ge­li­schen Ein­woh­ner jetzt nur noch 16 %. Dar­aus folgt (16 + 9 = 25), dass nur noch jeder vier­te Ber­li­ner Mit­glied einer der bei­den gro­ßen Kir­chen ist.

Sie­he z. B. auch: Reli­gi­ons- und Welt­an­schau­ungs­un­ter­richt, Ber­lin, 2017/2018; 23.01.2018:
www.fowid.de/meldung/religions-und-weltanschauungsunterricht-berlin-20172018

114 Det­lef Poll­ack: Rück­kehr des Reli­giö­sen? Stu­di­en zum reli­giö­sen Wan­del in Deutsch­land und Euro­pa II. Ver­lag Mohr Sie­beck, Tübin­gen 2009, 367 S.

Aktu­el­ler ist die Stu­die von FOWID: Kirch­li­ches Leben — katho­li­sche und evan­ge­li­sche Kir­che 1990 und 2015; vom 03.11.2016:
www.fowid.de/meldung/kirchliches-leben-katholische-und-evangelische-kirche-1990-und-2015-node3126

115 Ein gera­de­zu bahn­bre­chen­des Werk mit außer­or­dent­lich vie­len Details und Quel­len­nach­wei­sen zur Finan­zie­rung angeb­lich rein kirch­li­cher Leis­tun­gen durch Staat und Sozi­al­kas­sen ist das Buch des Poli­to­lo­gen Cars­ten Frerk: Vio­lett­buch Kir­chen­fi­nan­zen – Wie der Staat die Kir­chen finan­ziert. Ali­bri Ver­lag, Aschaf­fen­burg 2010, 270 S.

Man recher­chie­re auch mal selbst im Inter­net unter den Stich­wor­ten »Kir­che Finan­zen«! Dabei wird man schnell fest­stel­len, dass die nicht-kirch­li­chen Quel­len wesent­lich infor­ma­ti­ver sind.

116 Franz Bug­g­le: Denn sie wis­sen nicht, was sie glau­ben – Oder war­um man red­li­cher­wei­se nicht mehr Christ sein kann. Ali­bri Ver­lag, Aschaf­fen­burg 2004, 445 S.

117 Karen Duve in ihrem Essay »Welt ohne Gott – Ein Plä­doy­er wider den Glau­ben«. »Der Spie­gel«, 14/2009, S. 142–143. Sie­he ggfs.im kos­ten­los nutz­ba­ren Spie­gel-Archiv!
www.spiegel.de/spiegel/print/d-64845729.html

118 Die Attri­bu­ie­rung »kir­chen­freund­lich« oder »kir­chen­nah« wird in Kom­men­ta­ren von nicht weni­gen Staats­recht­lern benutzt. Erwäh­nens­wert i. d. Z. ist, dass der­zeit von kei­nem Rich­ter des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts bekannt ist, dass er welt­an­schau­lich in Distanz zur christ­li­chen Leh­re stün­de (bei immer­hin mehr als einem Drit­tel kon­fes­si­ons­frei­er Bür­ger in Deutsch­land). Eben­falls bemer­kens­wert ist, dass bis­her acht Bun­des­ver­fas­sungs­rich­ter höchs­te katho­li­sche Orden für »Ver­diens­te um die katho­li­sche Kir­che« erhiel­ten.

119 Der fol­gen­de Fly­er fasst die wesent­li­chen Punk­te der Kam­pa­gne Ger­Dia (Gegen reli­giö­se Dis­kri­mi­nie­rung am Arbeits­platz) zusam­men:
www.giordano-bruno-stiftung.de/sites/gbs/files/download/gerdia-flyer.pdf

Ach­tung! 
Nach Fer­tig­stel­lung des Buch­ma­nu­skripts ent­schied der Euro­päi­sche Gerichts­hof, dass die Kon­fes­si­on von Bewer­bern bei kirch­li­chen Arbeit­ge­bern nicht bei jeder Stel­le ein Aus­schluss­kri­te­ri­um sein darf. Es muss ein Abwä­gen zwi­schen kirch­li­cher Selbst­be­stim­mung und dem Recht des Bewer­bers erfol­gen:

EuGH-Urteil – Dür­fen jetzt auch Athe­is­ten für die Kir­che arbei­ten? Spie­gel Online, 17.04.2018:
www.spiegel.de/karriere/eugh-was-bedeutet-das-urteil-zur-konfession-a-1203324.html

Kir­che muss Anfor­de­run­gen an Bewer­ber stär­ker begrün­den. EKD – Evan­ge­li­sche Kir­che in Deutsch­land, 17.04.2018:
www.ekd.de/michael-heinig-eugh-kirchliches-arbeitsrecht-34169.htm

Hier die Stel­lung­nah­me der Spre­che­rin der Kam­pa­gne Ger­Dia, Ingrid Mat­thä­us-Mai­er, zu dem EuGH-Urteil:
www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/eugh-urteil-arbeitsrecht

Man mache sich im Inter­net unter den Stich­wor­ten »Kirch­li­ches Arbeits­recht« und »Kün­di­gung« bzw. »Ein­stel­lung« oder ver­wand­ten Begrif­fen sach­kun­dig. Wem die­se Pro­ble­ma­tik neu ist, wird erschüt­tert fest­stel­len, wel­che Son­der­rech­te sich die Kir­chen über die Jahr­zehn­te, vor allem mit Hil­fe kir­ch­en­er­ge­be­ner Poli­ti­ker von CDU, CSU, SPD und FDP, ange­eig­net haben. Nach­fol­gend mehr zu den juris­ti­schen und poli­ti­schen Hin­ter­grün­den:

Inter­view mit Ingrid Mat­thä­us-Mai­er zur neu­en EKD-Loya­li­täts­richt­li­nie – Kirch­li­ches Arbeits­recht: “Bei­de Kir­chen bewe­gen sich nur mil­li­me­ter­wei­se”. Huma­nis­ti­scher Pres­se­dienst, 20.04.2017:
www.hpd.de/artikel/beide-kirchen-bewegen-sich-frage-des-kirchlichen-arbeitsrechts-nur-millimeterweise-14329

Kirch­li­ches Arbeits­recht – Euro­päi­sches Rechts­gut­ach­ten stellt Ein­stel­lungs­po­li­tik reli­giö­ser Arbeit­ge­ber in Fra­ge. Huma­nis­ti­scher Pres­se­dienst, 17.11.2017:
www.hpd.de/artikel/europaeisches-rechtsgutachten-stellt-einstellungspolitik-religioeser-arbeitgeber-frage-15000

Arbeits­recht – Kon­fes­si­on steht als Job­kri­te­ri­um bei kirch­li­chen Trä­gern in Fra­ge. Süd­deut­sche Zei­tung, 09.11.2017:
www.sueddeutsche.de/karriere/arbeitsrecht-kirchliche-traeger-muessen-bewerber-anderer-konfessionen-zulassen-1.3741918

Neu­es­ter Stand: Sep­tem­ber 2018:
Ein neu­es Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs vom Sep­tem­ber 2018 hat das Kirch­li­che Arbeits­recht wei­ter ein­ge­schränkt. Die Ent­las­sung eines wie­der­ver­hei­ra­te­ten Chef­arz­tes kann eine Dis­kri­mi­nie­rung sein:

www.welt.de/wirtschaft/article181491540/EuGH-Urteil-Katholische-Kirche-diskriminierte-offenbar-Chefarzt-weil-er-katholisch-ist.html

www.sueddeutsche.de/karriere/eugh-urteil-kirche-1.4125091

120 Hoimar von Dit­furth: Wir sind nicht nur von die­ser Welt – Natur­wis­sen­schaft, Reli­gi­on und die Zukunft des Men­schen. Hoff­mann und Cam­pe Ver­lag, Ham­burg 1981, 340 S.

121 Gera­de­zu per­fek­tio­niert hat­ten sei­ner­zeit Kar­di­nal Karl Leh­mann (bis 2008 Vor­sit­zen­der der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz) und Bischof Wolf­gang Huber (bis 2009 Rats­vor­sit­zen­der der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land) die Kunst, bei aktu­el­len Anläs­sen (Ter­ror­an­schlä­gen, Erd­be­ben, Flut­ka­ta­stro­phen, gro­ßen Unglücks­fäl­len etc.) pro­ble­ma­ti­sche theo­lo­gi­sche Fra­gen (z. B. Got­tes uner­klär­li­che Gleich­gül­tig­keit anläss­lich einer gro­ßen Kata­stro­phe) zu dis­ku­tie­ren und zu »beant­wor­ten«. Sie führ­ten in viel­fach erprob­ter Dik­ti­on vor, wie man mit­tels hoch­ge­trie­be­ner Abs­trak­ti­on, vager Begriff­lich­keit, theo­lo­gisch schwam­mi­ger Aus­drucks­wei­se und nichts­sa­gen­der Flos­keln, bei gele­gent­lich sogar frei­mü­tig ein­ge­räum­ter eige­ner Rat­lo­sig­keit, jede noch so heik­le Situa­ti­on aus christ­lich-theo­lo­gi­scher Sicht so zer­re­den kann, dass man als Hörer oder Leser schließ­lich eben­so rat­los dastand. Man unter­zie­he sich bei sol­chen Gele­gen­hei­ten der Mühe, Reden oder Tex­te der genann­ten Kir­chen­män­ner oder heu­ti­ger Reprä­sen­tan­ten, bei­spiels­wei­se Hein­rich Bed­ford-Strohm, der­zeit Rats­vor­sit­zen­der der Evan­ge­li­schen Kir­che Deutsch­land, auf ihren tat­säch­li­chen seman­ti­schen Gehalt zu ana­ly­sie­ren.

122 Alles so nach­zu­le­sen z. B. im aktu­el­len Kate­chis­mus der katho­li­schen Kir­che (1993; nur gering­fü­gig geän­der­te Neu­auf­la­ge 2003/2005), dem von Papst Johan­nes Paul II. und (dem dama­li­gen) Kar­di­nal Ratz­in­ger her­aus­ge­ge­be­nen ver­bind­li­chen Leit­fa­den des katho­li­schen Glau­bens. Sie­he auch Anm. 6!

123 Sehr emp­feh­lens­wert ist ein Besuch der Inter­net­sei­ten »Ein­füh­rung in den Athe­is­mus – Unglau­ben für Anfän­ger von Vol­ker Ditt­mar. Es gibt wohl weni­ge Sei­ten im Inter­net, die sich so gründ­lich und auch ori­gi­nell mit der Reli­gi­on bzw. der Ungläu­big­keit befas­sen:
www.atheismus-info.de

Des­wei­te­ren sei auch auf eine wei­te­re Inter­net­sei­te von Vol­ker Ditt­mar ver­wie­sen, auf der er sein Buch vor­stellt: »Der unglaub­li­che Glau­ben«:
www.der-unglaubliche-glauben.de/uber.html

124 Als ich Dit­furths Buch kurz nach des­sen Erschei­nen 1981 las und irri­tiert war von den hier kri­tisch zitier­ten Pas­sa­gen, war ich von dem Wis­sen­schaft­ler Dit­furth sehr ent­täuscht, hielt aber immer noch die Mög­lich­keit für gege­ben, dass ich mich irr­te und Dit­furth nicht ver­stan­den hät­te. Eine im Rah­men der Abfas­sung des vor­lie­gen­den Buches erneu­te Lek­tü­re ließ in mir aber die Über­zeu­gung wach­sen, dass Dit­furths hier kri­tisch zitier­te Posi­tio­nen für mich nicht akzep­ta­bel sind. Zu mei­ner Genug­tu­ung ent­deck­te ich in Bug­gles Buch »Denn sie wis­sen nicht, was sie glau­ben«, das ich im Zuge der Erstel­lung mei­nes Buches in die Hän­de bekam, eben­falls eine ganz kla­re, noch wesent­lich dif­fe­ren­zier­ter begrün­de­te Bestä­ti­gung mei­ner hier geäu­ßer­ten, schon damals emp­fun­de­nen Auf­fas­sung.

125 Heinz Zahrnt: War­um ich glau­be – Mei­ne Sache mit Gott. dtv Taschen­buch 1533, Mün­chen 1980, 301 S., hier S. 120.

126 Chris­tel Gärtner/ Karl Gabriel/ Hans-Richard Reu­ter: Reli­gi­on bei Mei­nungs­ma­chern. Eine Unter­su­chung bei Eli­te­jour­na­lis­ten in Deutsch­land. VS Ver­lag, Wies­ba­den 2012, 282 S. (Eine sozio­lo­gi­sche Unter­su­chung im Auf­trag der Ber­tels­mann-Stif­tung.)

Rezen­si­on beim Huma­nis­ti­schen Pres­se­dienst, 10.05.2013:
www.hpd.de/node/15891

127 Papst Johan­nes Paul II. am Alber­tus-Grab. Anspra­che an Wis­sen­schaft­ler und Stu­den­ten am 700. Todes­tag des Hl. Alber­tus Magnus, dem 15. Novem­ber 1980 im Köl­ner Dom. (Dort im 5. und 7. Absatz!):
gemeinden.erzbistum-koeln.de/st_andreas_koeln/albertusMagnus/Ansprache_Joh.Paul_II/

128 Wolf­gang Huber: Der christ­li­che Glau­be – Eine evan­ge­li­sche Ori­en­tie­rung. Güters­lo­her Ver­lags­haus, Güters­loh 2008, 4. Auf­la­ge, 286 S., hier S. 195 und 196. Eine lesens­wer­te Rezen­si­on die­ses Buches von Cars­ten Wer­ner ist über den Huma­nis­ti­schen Pres­se­dienst ver­füg­bar:
www.hpd.de/node/5374

129 Inter­view mit Prof. Harald Lesch auf evangelisch.de »Ich bin vom Schei­tel bis zur Soh­le Pro­tes­tant«:
www.evangelisch.de/inhalte/97869/12–01-2010/harald-lesch-ich-bin-vom-scheitel-bis-zur-sohle-protestant

130 Ortho­go­nal meint hier im über­tra­ge­nen Sinn, dass in der einen Kom­po­nen­te (Wis­sen­schaft bzw. Glau­ben) kei­ner­lei Infor­ma­ti­on über die ande­re ent­hal­ten ist. So ste­hen ver­gleichs­wei­se die Dimen­sio­nen Brei­te, Höhe, Tie­fe eines Raums ortho­go­nal (recht­wink­lig) zuein­an­der. In der Dimen­si­on »Brei­te« steckt kei­ner­lei Infor­ma­ti­on über die »Tie­fe« oder »Höhe«. Umge­kehrt steckt auch in der »Höhe« kei­ner­lei Infor­ma­ti­on über die »Brei­te« oder »Tie­fe« usw.

131 Heinz-Wer­ner Kubitza: Der Dog­men­wahn – Schein­pro­ble­me der Theo­lo­gie. Tec­tum Ver­lag, Mar­burg 2015, 393 S.

Eine Rezen­si­on die­ses Buches hier:
www.amazon.de/gp/customer-reviews/R1X22UPRYUPYY

Gehört die Theo­lo­gie an die Uni­ver­si­tät? Ein Bei­trag im Ber­li­ner Tages­spie­gel vom 23.04.2018
Astrid Her­bold: Theo­lo­gie als Wis­sen­schaft – Die Got­tes­fra­ge.
www.tagesspiegel.de/wissen/theologie-als-wissenschaft-die-gottesfrage/21201240.html

132 Klaus von Stosch: Ein­füh­rung in die Sys­te­ma­ti­sche Theo­lo­gie. Ver­lag Schö­ning, Pader­born 2009, 2. Auf­la­ge, 352 S., hier S. 137. Den Hin­weis auf Buch und Zitat ver­dan­ke ich Bernd Vowin­kels Auf­satz »Ist der Neue Athe­is­mus niveau­los?«, Juni 2010, auf den Sei­ten der Gior­da­no Bru­no Stif­tung, Regio­nal­grup­pe Köln-Bonn-Düs­sel­dorf. Ein über­ar­bei­te­ter Text von April 2015 hier:
www.gbskoeln.de/ist-der-neue-atheismus-niveaulos/

133 Max Planck: Vor­trä­ge und Erin­ne­run­gen. Wis­sen­schaft­li­che Buch­ge­sell­schaft, Darm­stadt 1965, S. 13.

134 Die fol­gen­de Kari­ka­tur bringt sehr schön zum Aus­druck, wie die Geschich­te mit einst unum­stöß­li­chen Glau­bens­über­zeu­gun­gen umgeht:
www.ibka.org/node/586

135 Das Ver­hält­nis von Wis­sen­schaft zu Reli­gi­on the­ma­ti­sie­re ich in einem Bei­trag für den Ber­li­ner Tages­spie­gel vom 19.04.2012 unter: dem Titel: »Reli­gi­on und Wis­sen­schaft –Ein Riss durch die Welt«. Abruf­bar über:
www.tagesspiegel.de/wissen/religion-und-wissenschaft-ein-riss-durch-die-welt/6525890-all.html

136 Das von Bun­des­mi­nis­ter Hei­ko Maas erlas­se­ne und seit Janu­ar 2018 gül­ti­ge sog. Netz­werk­durch­set­zungs­ge­setz wirkt Mei­nungs­frei­heit ein­schrän­kend. Es soll Het­ze und sog. Fake-News unter­bin­den. Tat­säch­lich führt es nach bis­he­ri­gen Erfah­run­gen dazu, dass zum Bei­spiel auf Face­book in ers­ter Linie islam­kri­ti­sche und die Flücht­lings­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung kri­ti­sie­ren­de Bei­trä­ge gelöscht wer­den, unab­hän­gig davon, wie sach­lich die Argu­men­ta­ti­on erfolg­te.

Isla­mis­ten wer­den in Schutz genom­men, aber Kri­ti­ker gesperrt. Die Welt, 03.11.2017:
www.welt.de/politik/deutschland/article170307616/Islamisten-werden-in-Schutz-genommen-aber-Kritiker-gesperrt.html

Netz­werk­durch­set­zungs­ge­setz – Was Sie über das Netz­DG wis­sen müs­sen. Zeit-Online, 04.01.2018:
www.zeit.de/digital/internet/2018–01/netzwerkdurchsetzungsgesetz-netzdg-maas-meinungsfreiheit-faq/komplettansicht

Neue Bla­ma­ge für Maas – Wis­sen­schaft­li­cher Dienst: “Netz­werk­durch­set­zungs­ge­setz ver­fas­sungs­wid­rig!” Rechts­an­walt Joa­chim Niko­laus Stein­hö­fel, 2017:
www.steinhoefel.com/2017/06/neue-blamage-fuer-maas-wissenschaftlicher-dienst-netzwerkdurchsetzungsgesetz-verfassungswidrig.html

Bemer­kens­wert ist, dass das Netz­werk­durch­set­zungs­ge­setz nur von etwa 30 bis 60 Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten ver­ab­schie­det wur­de.

Netz­DG – Die Beschluss­fä­hig­keit des Bun­des­tags. Jura medi­al, 04.07.2017:
www.jura-medial.de/2017/07/netzdg-die-beschlussfaehigkeit-des-bundestags/#more-161

(Falls sich die Sei­te nicht öff­net, im ange­bo­te­nen Such­feld ein­ge­ben: Beschluss­fä­hig­keit des Bun­des­ta­ges)

Anmer­kung: Selbst wenn der Bun­des­tag auch bei so einer gerin­gen Beset­zung beschluss­fä­hig sein soll­te, so drängt sich doch der Ver­dacht auf, dass die gro­ße Mehr­heit der Abge­ord­ne­ten sich nicht an einer Gesetz­ge­bung betei­li­gen woll­te, die zu einer Ein­schrän­kung eines Grund­rechts (Arti­kel 5, Absatz 1) führt.

Dass füh­ren­de Tages­zei­tun­gen in Deutsch­land die Zuwan­de­rungs­pro­ble­ma­tik der letz­ten Jah­re eher unter den Gedan­ken der Bevor­mun­dung und Erzie­hung der Bevöl­ke­rung sahen, geht aus fol­gen­der Stu­die her­vor. Im Auf­trag der gewerk­schafts­na­hen Otto-Bren­ner-Stif­tung hat der Medi­en­wis­sen­schaft­ler Micha­el Hal­ler mit der Uni­ver­si­tät Leip­zig und der Ham­burg Media School eine umfang­rei­che Ana­ly­se der Medi­en­be­richt­erstat­tung zur Flücht­lings­kri­se 2015 und 2016 erstellt.

ZeitOn­line: Flücht­lin­ge in den Medi­en – Mit dem Strom:
www.zeit.de/2017/30/fluechtlinge-medien-berichterstattung-studie

FAZ: Will­kom­mens­kul­tur – Wie Medi­en über die Flücht­lings­kri­se berich­te­ten:
www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/fluechtlingskrise-so-berichteten-die-medien-15115172.html

137 Char­lie Heb­do – Sie wer­den täg­lich mit dem Tod bedroht. FAZ, aktua­li­siert am 06.01.2018:
www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/drei-jahre-nach-dem-attentat-auf-charlie-hebdo-15373847.html

Bern­hard Wal­ker: Reli­gi­ons­kri­tik unter Poli­zei­schutz. Badi­sche Zei­tung, 13.04.2018:
www.badische-zeitung.de/deutschland-1/religionskritik-unter-polizeischutz–151518420.html

138 Die Illu­si­on eines mode­ra­ten Islam – Indo­ne­si­en debat­tiert die Todes­stra­fe für Homo­se­xu­el­le: Der eins­ti­ge poli­ti­sche Hoff­nungs­trä­ger wird zum Mene­te­kel. FAZ. 17.02.2018:
www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-illusion-eines-moderaten-islam-in-indonesien-15452912.html

Der Ver­fas­ser obi­gen Arti­kels ana­ly­siert das Phä­no­men der Radi­ka­li­sie­rung des Islam und die davon aus­ge­hen­den mög­li­chen Gefah­ren für die Demo­kra­ti­en des Wes­tens. Der Bei­trag macht deut­lich, mit wel­cher Ein­äu­gig­keit bzw. Gleich­gül­tig­keit die deut­sche Poli­tik und die Medi­en in ihrer Mehr­heit die The­se, dass der Islam zu Deutsch­land gehö­re, hin­neh­men. Der Arti­kel ist inzwi­schen kos­ten­pflich­tig. Die Lek­tü­re sei den­noch aus­drück­lich emp­foh­len.

Bemer­kens­wert ist, dass Kir­chen­mit­glie­der offen­bar auch viel Kri­tik an den Reprä­sen­tan­ten ihrer Kir­chen wegen ihrer nach­ge­ben­den und beschwich­ti­gen­den Hal­tung gegen­über dem Islam äußern. Der fol­gen­de Brief eines katho­li­schen Gläu­bi­gen an sei­nen Ham­bur­ger Bischof scheint mir typisch zu sein:
philosophia-perennis.com/2018/02/25/islam-appeasement/

139 Micha­el Schmidt-Salo­mon: Die Gren­zen der Tole­ranz – War­um wir die offe­ne Gesell­schaft ver­tei­di­gen müs­sen. Piper Ver­lag GmbH, München/Berlin 2016, 215 S.

Hier sei ins­be­son­de­re auf das Unter­ka­pi­tel »Die ver­hin­der­te Streit­kul­tur und ihre Fol­gen« ver­wie­sen (S. 55–66), in dem er zur Aus­ein­an­der­set­zung mit dem poli­ti­schen Islam Stel­lung nimmt und für eine sehr kla­re Hal­tung im Sin­ne der Posi­tio­nen einer offe­nen Gesell­schaft ein­tritt.

Juli­an Nida-Rüme­lin: Über Gren­zen den­ken – Eine Ethik der Migra­ti­on. Ham­burg 2017; 241 S.

Nida-Rüme­lin, Pro­fes­sor für Phi­lo­so­phie und poli­ti­sche Theo­rie, betrach­tet die Pro­ble­ma­tik der Migra­ti­on in einem grö­ße­ren Zusam­men­hang, auch unter dem Aspekt des Zusam­men­tref­fens unter­schied­lich ent­wi­ckel­ter Kul­tu­ren. Er macht in sei­nem schma­len Band, auch in ver­schie­de­nen Zeit­schrif­ten-Bei­trä­gen und Inter­views, sehr bemer­kens­wer­te Vor­schlä­ge zur Migra­ti­ons­po­li­tik und zur Bewäl­ti­gung der damit zusam­men­hän­gen­den Pro­ble­me. Er legt dar, in wel­cher Wei­se ethi­sche Grund­sät­ze bei der Lösung der welt­wei­ten Migra­ti­ons­pro­ble­ma­tik lei­tend sein soll­ten, und in wel­cher Form die­se in prak­ti­sche Poli­tik umzu­set­zen sind. Er spricht das ethi­sche Dilem­ma an, in dem man sich befin­det ange­sichts der huma­ni­tä­ren Ver­pflich­tung, Men­schen in Not zu hel­fen, einer­seits und der Begrenzt­heit der Mög­lich­kei­ten und Res­sour­cen und der eige­nen Bedürf­nis­se und legi­ti­men Ansprü­che ande­rer­seits. Er legt aber auch dar, wie mit die­sem Wider­spruch umzu­ge­hen ist. Inso­fern zeigt Nida-Rüme­lin, wie Ethik und Real­po­li­tik mit­ein­an­der ver­träg­lich gemacht wer­den kön­nen.

140 Uwe Leh­nert: Die offe­ne Gesell­schaft und ihre Fein­de – und ihre feh­len­den Freun­de. Huma­nis­ti­scher Pres­se­dienst, 13.06.2018:
www.hpd.de/artikel/offene-gesellschaft-und-ihre-feinde-und-ihre-fehlenden-freunde-15694

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Auf eine ins­ge­samt sehr lesens­wer­te und ver­ständ­lich geschrie­be­ne Tri­lo­gie neue­ren Datums sei abschlie­ßend ver­wie­sen. Sie stellt anhand des aktu­el­len For­schungs­stands die Situa­ti­on der christ­li­chen Leh­re dar. Sie stammt aus der Feder des stu­dier­ten Theo­lo­gen Heinz-Wer­ner Kubitza:

  1. Der Jesus­wahn – Wie die Chris­ten sich ihren Gott erschu­fen. Die Ent­zau­be­rung einer Welt­re­li­gi­on durch die wis­sen­schaft­li­che For­schung. Tec­tum Ver­lag, Mar­burg 2011, 382 S.
  2. Der Dog­men­wahn. Schein­pro­ble­me der Theo­lo­gie. Holz­we­ge einer ange­maß­ten Wis­sen­schaft. Tec­tum Ver­lag, Mar­burg 2015, 393 S.
  3. Der Glau­bens­wahn. Von den Anfän­gen des reli­giö­sen Extre­mis­mus im Alten Tes­ta­ment. Tec­tum Ver­lag, Mar­burg 2017, 344 S.

Wer wenig Zeit hat und den­noch einen umfas­sen­den Ein­blick in die christ­li­che Leh­re aus der Sicht eines ehe­ma­li­gen Jesui­ten erhal­ten möch­te, sei auf fol­gen­des klei­ne, aber gewich­ti­ge Bänd­chen ver­wie­sen:

Tho­mas Ebers­berg: Chris­ten­tum adieu! – Das lei­se Ster­ben eines Mythos. Books on Demand, 2014, 112 S.

Eine Rezen­si­on dazu hier:
www.hpd.de/artikel/warum-christentum-stirbt-12737

Kapi­tel VII »

Quel­le die­ser Anmer­kun­gen:
www.warum-ich-kein-christ-sein-will.de Menü­punkt Buch › Anmer­kun­gen